Wieder Datendiebstahl bei Sony

Der Krimi um den Datenklau beim japanischen Unterhaltungselektronik-Riesen Sony weitet sich aus: Nach dem Diebstahl der Daten von bis zu 77 Millionen PlayStation- und Qriocity-Nutzern gab der Konzern bekannt, dass auch rund 24 Millionen Online-Spieler betroffen sind. Bei den großen österreichischen Kreditkartenanbietern haben sich bis jetzt noch keine Betrugsopfer gemeldet.

Bei Card Complete (ca. 1.1 Mio. Karteninhaber in Österreich) habe es keinen Hinweis darauf gegeben, dass ein Kunde des Unternehmens betroffen sein könnte, so Georg Huemer für das Unternehmen zur APA. Die Sicherheitsexperten seien aber natürlich zur Zeit besonders aufmerksam, was "verdächtige" Transaktionen betrifft, um Missbrauch von vorneherein zu verhindern. Auch bei Paylife (rund 800.000 Karten in Österreich) hätten sich keine betroffenen Kunden gemeldet, so Pressesprecherin Angela Szivatz zur APA.

Der weitere Dateneinbruch bei Sony sei im Zuge der Ermittlungen zur ersten Panne entdeckt worden, teilte der Elektronikkonzern mit. Die Täter drangen demnach schon am 16. und 17. April in die Datenbank für den Dienst Sony Online Entertainment (SOE) ein - also einige Tage vor dem Angriff auf das PlayStation Network (PSN) und Qriocity.

Die Eindringlinge verschafften sich den Angaben zufolge die Daten von 12.700 Kreditkarten und 10.700 Bankkonten. Diese stammten aus einer "veralteten" Datenbank von 2007, hieß es. Betroffen sind Kunden aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien. Sony-Sprecherin Sue Tanaka schloss nicht aus, dass noch mehr Daten geklaut werden könnten. "Es sind Hacker am Werk. Wir wissen nicht, wo sie als nächstes zuschlagen werden", sagte sie.

Der SOE-Dienst wurde sofort vom Netz genommen. Hier können PC-Spieler gegeneinander im Netz antreten, etwa in einem Rollenspiel wie "EverQuest".

- APA

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