Widerstand gegen Gaddafi wächst

Der Widerstand gegen Libyens Staatschef Gaddafi greift laut Medienberichten verstärkt auch auf westlichere Landesteile über. Der Sender Al-Jazeera zeigte am Donnerstag Bilder einer brennenden Polizeistation, die aus der Stadt As-Sawijah nahe der Hauptstadt Tripolis stammen. Augenzeugen berichteten außerdem, Milizen würden die Ortschaft Zuara etwa 120 Kilometer westlich von Tripolis kontrollieren.

Unterdessen hat sich auch einer der engsten Vertrauten des libyschen Staatschefs nach eigenen Angaben aus Protest gegen das Vorgehen des Regimes nach Kairo abgesetzt. Ahmed Gadhaf al-Dam, ein Cousin Gaddafis, erklärte am Donnerstag, bei der Niederschlagung der Proteste sei es zu "schwerwiegenden Verletzungen von Menschenrechten" gekommen.

Auch das fundamentalistische Terrornetzwerk Al-Kaida hat sich hinter den Volksaufstand in Libyen gestellt. Der nordafrikanische Teil der Extremistenorganisation verurteilte am Donnerstag Machthaber Gaddafi für dessen gewaltsame Niederschlagung der Proteste. "Wir verteidigen euch gegen diese Despoten, die eure Rechte beschnitten und euren Besitz geplündert haben", erklärten die Extremisten. Die Demonstranten in Libyen sind Beobachtern zufolge - anders als Al-Kaida - überwiegend nicht religiös motiviert, sondern lehnen sich gegen Unterdrückung und Armut auf.

Die libysche Regierung forderte ihre Gegner unterdessen zur Abgabe ihrer Waffen auf. Zugleich rief das Volkskomitee für die Allgemeine Sicherheit in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung zur Denunziation von Anführern der Proteste auf. Wer seine Waffen abgebe und Reue zeige, werde straffrei bleiben, hieß es in der Erklärung. Diejenigen, die Informationen über Anführer der Proteste, deren Geldgeber oder Unterstützer lieferten, würden großzügig mit Geld belohnt.

- APA

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