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Wende bei Pkw-Neuzulassungen: Hälfte fährt (teil)elektrisch

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Autos wohin das Auge blickt
©APA/APA/THEMENBILD/GEORG HOCHMUTH
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2023 brachte auf dem heimischen Automarkt eine Wende: Erstmals machen Fahrzeuge mit Hybrid- und reinem Elektroantrieb nahezu die Hälfte der Neuzulassungen aus. "Die Zukunft beim Pkw ist elektrisch", meinte daher heute auch Autoimporteur-Sprecher Günther Kerle. Und Peter Laimer, Kfz-Experte der Statistik Austria, ergänzte: "Die Alternativen haben die Pkw-Zulassungen gerettet." Insgesamt wurden im Vorjahr 239.150 Pkw neu zugelassen, das sind um elf Prozent mehr als 2022.

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Voriges Jahr sind 239.150 Pkw neu zugelassen worden. Gegenüber 2022 entspricht das einem Plus von 24.100 Stück bzw. 11,2 Prozent. Das entsprach etwa dem Niveau von 2021 mit 239.803 Neuanmeldungen. Denn 2022 hatte es einen Einbruch von 10,3 Prozent auf nur 215.050 Pkw-Neuanmeldungen gegenüber dem Jahr davor gegeben. Insgesamt wurden 2023 laut der Statistikbehörde Statistik Austria 341.409 Kraftfahrzeuge angemeldet, das war ein Plus von 11,8 Prozent bzw. 36.077 Fahrzeuge.

Voriges Jahr gab es mit Ausnahme September (minus 4,3 Prozent) in allen Monaten signifikante Anstiege bei den Neuzulassungszahlen. Ein Plus um sogar mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gab es im Jänner, März und Mai.

Neuanmeldungen von Autos mit alternativen Antrieben waren laut Behörde voriges Jahr deutlich im Plus, bei Benzinern und Diesel aber rückläufig. So wurden im Vorjahr 47.621 rein elektrisch betriebene Pkw neu zugelassen. Das entspricht im Vergleich zu 2022 einem Anstieg von 39,4 Prozent oder 13.456 Pkw. Einen deutlichen Zuwachs gab es auch bei den Neuzulassungen von Pkw mit Hybridantrieb (Benzin-Hybrid: 52.967 und plus 30,1 Prozent bzw. plus 12.263 Pkw; Diesel-Hybrid: 14.619 und plus 8,9 Prozent bzw. plus 1.197 Pkw).

Einem langjährigen, rückläufigen Trend folgend entwickelten sich hingegen die Benziner-Neuzulassungen (77.354 und minus 1,5 Prozent bzw. minus 1.213 Fahrzeuge). Selbiges galt für Diesel-Pkw (46.568 und minus 3,2 Prozent bzw. minus 1.547 Autos).

Der Anteil von rein elektrisch betriebenen Pkw an allen Auto-Neuzulassungen lag 2023 bei 19,9 Prozent. Bei Benzin-Hybrid-Pkw waren es 22,1 Prozent und bei Diesel-Hybrid-Pkw 6,1 Prozent. Insgesamt erreichten alternative Antriebssysteme einen Anteil von 48,2 Prozent. Konventionell angetriebene Pkw hatten einen Anteil von 51,8 Prozent (Benziner: 32,3 Prozent; Diesel: 19,5 Prozent). Zum Vergleich: 2022 lag der Anteil an neu zugelassenen Pkw mit alternativen Antrieben bei 41,1 Prozent.

Bei reinen E-Autozulassungen entfielen 2023 fast vier Fünftel (79,4 Prozent) auf juristische Personen, Firmen und Gebietskörperschaften. Nur ein Fünftel (20,6 Prozent) der E-Kfz wurde von Privaten angemeldet. Auch Diesel-Pkw wurden im Jahr 2023 nur zu einem Fünftel (19,6 Prozent) von privaten Fahrzeughaltern zugelassen. Bei Benzinern waren es 43,3 Prozent.

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