Weitere Luftangriffe auf Tripolis

Die internationale Allianz zur Durchsetzung des Flugverbots über Libyen hat ihre Angriffe auch in der fünften Nacht in Folge fortgesetzt. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera berichtete, waren etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht schwere Explosionen im Süden der libyschen Hauptstadt zu hören. Auf Fernsehbildern war Luftabwehrfeuer der Truppen des libyschen Machthabers Gaddafi zu sehen.

Das libysche Staatsfernsehen berichtete außerdem von nächtlichen Angriffen auf Jafar, südwestlich von Tripolis. Aus Misurata wurden schwere Kämpfe zwischen den Truppen des Gaddafi-Regimes und Aufständischen gemeldet.

Im Staatsfernsehen hieß es unter Berufung auf Armeeangaben, die von den USA, Frankreich und Großbritannien geführte "Koalition der Willigen" habe zivile und militärische Ziele in Tajura angegriffen. Es gebe dort "eine beträchtliche Zahl von getöteten Zivilisten", berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Jana unter Berufung auf die libysche Armee des Gaddafi-Regimes. Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten über ein Großaufgebot von Rettungswagen in Tripolis und Tajura.

Der UNO-Sicherheitsrat berät am heutigen Donnerstag erneut zum Konflikt in Libyen. Bei der Sitzung will UNO-Generalsekretär Ban die Ratsmitglieder über die Lage seit dem Beschluss der Resolution 1973 am vergangenen Freitag informieren. Mit der Resolution hatte das oberste UNO-Gremium "alle notwendigen Maßnahmen" zum Schutz der Zivilbevölkerung in dem nordafrikanischen Land - mit Ausnahme des Einsatzes von Bodentruppen - erlaubt. Auf der Grundlage dieser Resolution geht die internationale Koalition unter der Federführung Großbritannien, Frankreichs und der USA seit Samstag militärisch vor.

Die internationale Militärallianz hat nach Angaben der britischen Armee die Luftwaffe Gaddafis inzwischen vollständig außer Gefecht gesetzt. Ein ranghoher britischer Offizier sagte am Mittwoch, die libysche Luftwaffe "existiert als kämpfende Einheit nicht mehr". Frankreichs Außenministier Juppé kündigte an, die Militäraktion "so lange wie notwendig" fortsetzen zu wollen.

- APA

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