Weitere 5 Hausdurchsuchungen wegen Skylink

In der Causa Skylink haben am Donnerstag fünf weitere Hausdurchsuchungen stattgefunden. Beamte des NÖ Landeskriminalamts durchkämmten vier private Wohnadressen von Mitarbeitern bauausführender Unternehmen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland sowie eine in Wien ansässige Firma, die in überwachender Funktion am Flughafenausbauprojekt Skylink beteiligt ist.

Betroffen waren laut Staatsanwaltschaft Korneuburg ein ehemaliger Projektleiter der die örtliche Bauaufsicht ausübenden Firma sowie deren Büroräume, weiters ein örtlicher Niederlassungsleiter, ein Bauleiter und ein mit dem Rechnungswesen betrauter Mitarbeiter der hauptausführenden Baufirma. Gesucht habe man nach Unterlagen in Zusammenhang mit dem Innenausbau des Flughafenterminals. Bei dessen Bauausführung seien "aufklärungsbedürftige, mutmaßlich weit überhöhte Rechnungen an die Flughafen Wien AG gelegt worden".

Die Durchsuchungen seien in Zusammenhang mit dem Verdacht der Untreue von Flughafen-Mitarbeitern und des schweren Betrugs durch ausführende Baufirmen durchgeführt worden, erklärte Sprecher Friedrich Köhl. Auch Manipulationen beim Vergabeverfahren für die Innenausbauleistungen, bei denen der Flughafen um 1,73 Mio. Euro geschädigt worden sein soll, stehen im Raum. Angestellte des Flughafens sowie der Baufirmen dürften während der Bauarbeiten Sachzuwendungen von erheblichem Wert erhalten haben, die dann via Skylink dem Flughafen verrechnet wurden, erklärte Köhl.

Die durchsuchten Personen, die sich laut dem Sprecher allesamt kooperativ gezeigt hätten, werden teilweise selbst verdächtigt, teilweise sollen sie nur mit verdächtigen Personen in Zusammenhang stehen. Namen wurden nicht genannt, "Prominente" seien aber nicht dabei gewesen, hieß es.

- APA

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