Verstaatlichungswelle in Südamerika geht weiter

Bolivien hat die örtliche Tochtergesellschaft des spanischen Versogers Red Electrica erstaatlicht und sich damit die Kontrolle über das Stromnetz der Anden-Nation gesichert.

Erst vor etwa zwei Wochen hatte das Nachbarland Argentinien den größten Ölkonzern des Landes verstaatlicht.

Der bolivianische Präsident Evo Morales unterzeichnete am Dienstag ein Dekret, wonach die Investitionen der Spanier in dem Land nicht adäquat seien und die Kontrolle über die Energie in den Händen der Regierung liegen solle. Das geht aus einer Stellungnahme hervor, die auf der Website des Präsidenten veröffentlicht wurde.

Red Electrica setzte im vergangenen Jahr etwa 45,7 Mill.
Euro in Bolivien um - das entspricht weniger als drei Prozent des Konzernumsatzes des spanischen Unternehmen.

In seiner Begründung für die Verstaatlichung folgte Morales den Worten der argentinischen Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner, die sich bei der Verstaatlichung der ansässigen Tochtergesellschaft des Ölkonzerns Repsol YPF ebenfalls auf zu geringe Investitionen in dem jeweiligen Bereich und auf strategische Gründe berufen hatte.

Seit Morales im Jahr 2006 an die Macht gekommen war, hat er bereits Gasfelder, Ölraffinerien, Pensionsfonds, Telekomkonzerne und eine Zinn-Schmelzhütte verstaatlicht, um die staatliche Kontrolle über die 20 Mrd. Dollar schwere Wirtschaft des Landes auszubauen.

Bloomberg/hahn

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