Verkauf von Orange Austria an Hutchison stößt auf Widerstand

France Telecom stößt mit dem geplanten Verkauf von Orange Austria an Hutchison Whampoa auf Widerstand.

Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, legt sich die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) in Wien weiterhin gegen die Übernahme quer. Alle Bemühungen nach alternativen Lösungen seien gescheitert. BWB-Chef Theodor Thanner könne sich die geplante Transaktion offenbar nicht vorstellen.

Für problematisch halte Thanner, dass Hutchison 750.000 Kunden der Orange-Discountmarke Yesss sowie eine Vielzahl von Sendestationen und Frequenzpaketen an Telekom Austria weiterverkaufen wolle. Damit würde der Marktanteil von Telekom Austria von 42 Prozent auf 47 Prozent steigen.

In Österreich wird dem Bericht zufolge nun spekuliert, dass Orange Austria das Aus drohen könnte. Denn bei der Gesellschaft stehen dringend notwendige Investitionen in neue Technologien an. Doch France Telecom ist nicht mehr bereit, zusätzliche Mittel für den Ausbau des Österreich-Geschäfts frei zu machen. Hutchison besteht darauf, Teile von Orange an Telekom Austria weiterzuverkaufen. Bleibt die Kartellbehörde bei ihrem Nein, werde Hutchison die 1,3 Mrd. Euro schwere Übernahme dem Bericht zufolge platzen lassen.

Trotz billiger Tarife und hoher Marketingausgaben ist es Orange Austria nie gelungen, über Platz drei hinauszukommen. An der Gesellschaft hält France Telecom 35 Prozent, der Beteiligungsgesellschaft Mid Europa Partners gehören 65 Prozent. Nummer Eins in Österreich ist Telekom Austria, Nummer Zwei T-Mobile.

- APA

Wirtschaft

12 Fragen: Den Brexit verstehen

Sturmschäden: Wann die Versicherung zahlt

Versicherung

Sturmschäden: Wann die Versicherung zahlt

Bitcoins aus der Trafik: Grazer Start-up braucht keine Bankkonzession

Wirtschaft

Bitcoins aus der Trafik: Grazer Start-up braucht keine Bankkonzession