USA: Staat will General Motors-Anteile abstoßen

Trotz des niedrigen Aktienkurses der General Motors Co will die Regierung der Vereinigten Staaten noch im Sommer einen erheblichen Teil ihrer GM-Anteile verkaufen. Wie die Tageszeitung "The Wall Street Journal" in der Nacht auf Dienstag mitteilte, würde der Verkauf den Steuerzahlern teuer zu stehen kommen.

Washington hatte den Autohersteller im Jahr 2009 mit einer 50 Mrd. Dollar (35,0 Mrd. Euro) schweren Investition vor dem Untergang gerettet. Um den Verlust auszugleichen, müsste die Regierung den Rest ihrer Anteile - etwa 500 Mio. Stück - zum Kurs von 53 Dollar verkaufen, so das Blatt weiter.

Am Montag schlossen GM bei 29,97 Dollar. Dies war ein neuer Tiefstand seit der Börseneinführung im November zum Kurs von 33 Dollar. Analysten begründeten die Kursschwäche mit dem hohen Benzinpreis, Produktionsunterbrechungen und Personalwechsel auf der Chefetage.

Legt man den Kurs von Montag zugrunde, würde der Steuerzahler nach Berechnung des Wall Street Journal mehr als 11 Mrd. Dollar verlieren, wenn die Regierung den Rest ihrer Aktien zum heurigen Zeitpunkt verkaufen würde. Sie nähme jedoch den Verlust in Kauf, weil die Obama-Regierung ihr letztes Engagement bei GM beenden wolle, berichtet die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

GM befürworte den Ausstieg Washingtons unter anderem deswegen, weil die Managergehälter Restriktionen unterworfen sind, solange der Staat Anteile am Unternehmen besitzt. Dank der erfolgreichen Börsenpremiere im Umfang von 23,1 Mrd. Dollar im November konnte der staatliche Anteil von 61 Prozent auf 26,5 Prozent gesenkt werden.

- APA

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