Trend Logo

US-Luftfahrtbehörde prüft erneut Panne bei Boeing

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Mehrere technische Pannen bringen Boeing unter Druck
©APA/APA/AFP/GETTY/KEVIN DIETSCH
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die US-Luftfahrtbehörde FAA prüft erneut eine Panne bei einem Flugzeug des US-Konzerns Boeing. Eine Boeing 737 der US-Fluggesellschaft Southwest habe am Donnerstagabend wegen eines Motorenproblems ihren Start auf dem internationalen Flughafen der texanischen Stadt Lubbock kurz vorher abbrechen müssen, teilte die FAA am Freitag mit. Es handelte sich demnach um eine 737-800 NG (Next Generation), das Vorgänger-Modell der 737-MAX-Maschinen.

von

Boeing betonte in einer Erklärung, dass der Startabbruch "in völliger Sicherheit" erfolgt sei und die Maschine selbstständig zum Gate zurückgekehrt sei. Die 154 Passagiere seien noch am Donnerstagabend mit einer anderen Maschine zu ihrem Zielort Las Vegas gebracht worden.

Aus einer Aufnahme der Kommunikation zwischen Tower und Cockpit, die auf einer spezialisierten Website abrufbar ist, spricht der Pilot von einer "Überhitzung der Bremsen" und einem "Brand im Bereich des linken Antriebs". Auch die Stadtverwaltung von Lubbock erklärte, dass die Besatzung einen "Motorbrand" gemeldet habe.

Zuletzt hatten mehrere technische Pannen bei Boeing-Maschinen den Konzern unter Druck gebracht. Anfang des Jahres war bei einer Boeing 737 MAX 9 der Alaska Airlines während des Fluges ein Teil der Kabinenwand herausgebrochen. Das Flugzeug musste notlanden. Die Flugaufsichtsbehörde FAA ordnete in der Folge im Jänner ein vorübergehendes Flugverbot für Maschinen der Bauart 737 MAX an. Betroffen waren 171 Flugzeuge.

Ende März kündigte Boeing für Ende des Jahres den Rücktritt seines Vorstandsvorsitzenden Dave Calhoun an. Am Freitag teilte der Flugzeugbauer mit, dass Calhoun 2023 für seine Arbeit 33 Millionen Dollar (30,4 Millionen Euro) erhalten, er nach dem Unglück mit der Alaska-Airlines-Maschine aber auf einen Bonus von 2,8 Millionen Dollar verzichtet habe. Calhouns Einkünfte bestanden den Angaben zufolge aus einem Grundgehalt von 1,4 Millionen Dollar und mehr als 30 Millionen Dollar an Aktieneinkünften. Für das laufende Jahr kürzte Boeing wegen des Alaska-Airlines-Zwischenfalls sein Bonus-Paket um 38 Prozent auf insgesamt 17 Millionen Dollar.

In seiner Mitteilung betonte das Unternehmen, Calhoun habe auf den gefährlichen Zwischenfall bei dem Alaska-Airlines-Flug "richtig reagiert, indem er die Verantwortung für den Unfall übernommen hat, transparent und proaktiv mit den Aufsichtsbehörden zusammenarbeitet und wichtige Schritte ergreift, um die Qualitätssicherung von Boeing sicherzustellen".

Über die Autoren

Logo
Abo ab €16,81 pro Monat
Ähnliche Artikel
Immer wieder kritisierte Österreich die deutsche Gasspeicherumlage
Nachrichtenfeed
Deutschland schafft Gasspeicherumlage an Grenzübergängen ab
Britischer Postdienst gehört künftig tschechischen Milliardär
Nachrichtenfeed
Kretinsky übernimmt Royal-Mail-Mutter für 4,2 Mrd. Euro
Für Österreich nimmt Energieministerin Gewessler teil
Nachrichtenfeed
Österreich kritisiert deutsche Gasspeicherumlage
2025 gehen Zinsen voraussichtlich nur sachte nach unten
Nachrichtenfeed
EZB bereit für Zinssenkung kommende Woche
6 Mrd. Dollar frisches Kapital eingesammelt
Nachrichtenfeed
Musks KI-Firma sicherte sich milliardenschwere Geldspritze
Blick vom G7-Treffen in Stresa über den Lago Maggiore in Oberitalien
Nachrichtenfeed
G7 diskutieren Megakredit für Ukraine
Toblerone gehört zum Mondelez-Regime
Nachrichtenfeed
EU-Kommission verhängt Strafe wegen zu teurer Schokolade
Etwa ein Jahr altes Bild aus der GAZ-Fabrik in Nischni Nowgorod
Nachrichtenfeed
Russlands neue Wolga-Limousinen sind fast reine China-Kopien
Microsoft-Chef Satya Nadella will Computer bauen, "die uns verstehen"
Technologie
Microsoft mit neuer PC-Architektur für KI-Ära
Rechnungshof kritisiert auch fehlenden Zeitplan
Nachrichtenfeed
Britische Brexit-Kontrollen kosten 5,5 Milliarden Euro
In Italien werden mehr als 60 Sorten Honig produziert
Nachrichtenfeed
Italien beklagt dramatischen Rückgang in der Honigproduktion
Abfallausfuhren seit 2004 um 72 Prozent gestiegen
Nachrichtenfeed
Ab Montag strengere Regeln für Müllexporte aus EU