US-Fed bleibt bei lockerer Geldpolitik

Die US-Notenbank Fed bleibt ungeachtet der Zinswende in Europa geldpolitisch auf dem Gaspedal. Angesichts eines schwächeren Wachstums in den USA und der weiterhin schwierigen Lage am Arbeitsmarkt signalisierten die Notenbanker um Ben Bernanke am Mittwoch keinen raschen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik.

Die Inflation habe zwar wegen der teureren Energie und der höheren Rohstoffpreise angezogen, das sei aber temporär, sagte Bernanke in der ersten Pressekonferenz in der 97-jährigen Geschichte der Fed nach dem Zinsbeschluss. Die Rückführung des US-Haushaltsdefizits habe Top-Priorität, sagte Bernanke. Der Dollar gab nach der Pressekonferenz nach, die US-Börsen verabschiedeten sich mit weiteren Gewinnen aus dem Handel.

Den Leitzins beließen die Währungshüter wie erwartet weiter extrem niedrig in der Spanne zwischen Null und 0,25 Prozent. Bernanke äußerte sich nicht dazu, wie lange der Zins noch nahe Null bleiben soll.

Die erste Pressekonferenz des Fed-Chefs wurde weltweit viel beachtet. Bernanke will nun künftig viermal im Jahr zur Geldpolitik Rede und Antwort stehen und damit für mehr Transparenz sorgen.

Ihre Inflationserwartung für 2011 korrigierte die Fed in der Sitzung zwar leicht nach oben, von 1,3 auf 1,7 Prozent im Januar auf nunmehr 2,1 bis 2,8 Prozent. Bernanke machte jedoch klar, dass er langfristig die Inflation unter Kontrolle sieht.

Auf dem Arbeitsmarkt sieht der Fed-Chef eine bessere Entwicklung als noch im Januar geschätzt. Demnach rechnet die Notenbank jetzt damit, dass die Arbeitslosenrate 2011 zwischen 8,4 und 8,7 Prozent liegen wird. 2013 könnte sie erstmals unter die 7-Prozent-Marke sinken. Zuvor war für dieses Jahr von einer Spanne zwischen 8,8 bis 9,0 Prozent ausgegangen worden. Die Quote liegt derzeit bei 8,8 Prozent.

- APA

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