US-Aktien sinken dramatisch: Dow Jones verlor 500 Punkte

Die Lage am US-Aktienmarkt hat sich dramatisch verschärft: Der Dow Jones Industrial stürzte um mehr als 500 Punkte ab und fiel erstmals seit Dezember 2010 unter 11.400 Punkte. Damit unterbot er deutlich sein bisheriges Jahrestief, dass er im März während der sich zuspitzenden Reaktorkatastrophe in Fukushima erreicht hatte. Europa und China kündigten Aktivitäten an.

Laut Händlern führten die Sorgen um das US-Wirtschaftswachstum global zu einer beschleunigten Flucht aus Aktienwerten. Marktteilnehmer warten nun mit besonders großer Anspannung auf den am Freitag bevorstehenden US-Arbeitsmarktbericht.

Der Dow Jones schloss 4,31 Prozent tiefer bei 11.383,68 Punkten und damit weit unterhalb seines bisherigen Jahrestiefs. Von den vergangenen zehn Handelstagen hat er somit neun Tage im Minus beendet und in dieser Zeit 10,5 Prozent an Wert eingebüßt.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy kündigte daher für Freitag eine Telefonkonferenz mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Lage an den Finanzmärkten ang. Auch der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero werde teilnehmen, teilte Sarkozys Büro mit. Der Präsident hatte zuvor mit EZB-Chef Jean-Claude Trichet gesprochen.

Angesichts der Schuldenprobleme in den USA und Europa sollten dem chinesischen Außenminister zufolge alle Länder ihre Zusammenarbeit verstärken, um die steigenden Risiken im Zaum zu halten. Die Schuldenkrise in den USA eskaliere, sagte Yang Jiechi. Von den USA, die sich unlängst nach zähem politischen Ringen auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze geeinigt hatten, forderte der Minister eine "verantwortungsvolle" Geldpolitik.

Die Aktienmärkte in Europa und den USA waren am Donnerstag schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Als Ursache galten die anhaltende Schuldenkrise in Europa und Sorgen über die US-Wirtschaft.

- APA

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