UNO-Beratungen zur Korea-Krise gescheitert

Der Korea-Konflikt könnte sich weiter zuspitzen. Beratungen des UNO-Sicherheitsrats über die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel sind gescheitert. Zudem haben die südkoreanischen Streitkräfte am Montag trotz Drohungen Nordkoreas mit Militärschlägen mit neuen Schießübungen nahe der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer begonnen.

Die 15 Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates konnten sich laut dem russischen UNO-Botschafter Tschurkin nicht auf eine gemeinsame Erklärung einigen. Russland hatte die Dringlichkeitssitzung beantragt, nachdem sich die Spannungen zwischen Nordkorea und Südkorea am Wochenende weiter verschärft hatten. Die Sitzung wurde am Sonntag nach achteinhalb Stunden ohne gemeinsame Erklärung beendet. Die USA teilten mit, es sei unwahrscheinlich, dass die Differenzen zwischen den einzelnen Mitgliedern überbrückt werden könnten.

Schon zuvor hatte es bei Diplomaten geheißen, es gebe Uneinigkeit bei der Frage, ob Nordkorea öffentlich für die Eskalation verantwortlich gemacht werden könne. Während die westlichen UNO-Ratsmitglieder eine Verurteilung Nordkoreas anstrebten, wollten Russland und China, dass sich der Rat in der gemeinsamen Erklärung darauf beschränkt, beide Seiten zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt aufzurufen. Vertreter Chinas und der USA bezeichneten die Situation zwischen Nord- und Südkorea als "extrem" prekär und sprachen von einem "Pulverfass".

Unterdessen begannen die südkoreanischen Streitkräfte mit neuen Schießübungen im Gelben Meer. Die Übung sei rund eine Stunde nach Beginn wieder beendet worden, berichtete Yonhap am Montag. Das südkoreanische Verteidigungsministerium wollte diese Informationen zunächst nicht bestätigen, kündigte aber eine Erklärung dazu an.

Derweil ist die Führung in Nordkorea nach Informationen des US-Nachrichtensenders CNN bereit, UNO-Atominspektoren wieder in ihr Land zu lassen. Darauf habe sie sich mit dem Gouverneur des US-Bundestaates New Mexico, Bill Richardson, geeinigt, der sich zurzeit zu einer "privaten Friedensmission" in Pjöngjang aufhält.

- APA

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