UniCredit-Aktie war vorübergehend vom Handel ausgesetzt

Die Kapitalerhöhung der Bank-Austria-Mutter UniCredit beginnt mit Schwierigkeiten. Wegen starker Kursverluste musste die UniCredit-Aktie Montagvormittag vorübergehend vom Handel ausgesetzt werden, auch der Handel mit Bezugsrechten wurde unterbrochen. Der Kurs der Aktie gab am frühen Vormittag um 7,3 Prozent auf 2,43 Euro nach. Der Kurs der Bezugsrechte brach um knapp 30 Prozent auf 0,96 Euro ein.

Inzwischen wurde der Handel wieder aufgenommen. Die Muttergesellschaft der HypoVereinsbank und der Bank Austria musste Interessenten für ihre neuen Aktien mit massiven Rabatten locken. Seit Bekanntgabe der Details der Kapitalerhöhung vergangene Woche brachen die Titel um 40 Prozent ein. Dies ist der größte Kursverfall seit mindestens 25 Jahren. UniCredit braucht das Geld, um eine kürzlich von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde ausgemachte Lücke von acht Milliarden Euro Eigenkapital zu stopfen.

Mit der Kapitalerhöhung wird UniCredit ihr Grundkapital in etwa verdoppeln. Die Aktionäre haben ein Bezugsrecht: Sie können bis zum 27. Jänner für jede ihrer Aktien zwei neue kaufen. Die Aktienzahl steigt durch die Kapitalaufstockung von knapp 2 Milliarden auf fast 5,8 Milliarden Stück. UniCredit arbeitet gerade wieder an einem Sparprogramm, zuletzt schrieb die Bank nach hohen Abschreibungen einen Verlust in zweistelliger Milliardenhöhe.

-APA, Red

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