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Ukraine - WKÖ: Heimische Firmen großteils weiterhin vor Ort

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Heimische Firmen wollen auch 2024 großteils in der Ukraine bleiben
©APA/APA/AFP/ROMAN PILIPEY
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Der Großteil der heimischen Unternehmen, die vor dem Angriff Russlands bereits in der Ukraine tätig waren, sind es auch weiterhin, so das Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftskammer (WKÖ). Die zentralen Herausforderungen für die Austro-Firmen seien Auftragsrückgänge und die Sicherheit der Beschäftigten. Wobei sich die überwiegende Zahl der Firmen in der West- und Zentralukraine befinde und daher wenig von direkten Kampfhandlungen betroffen sei, so die WKÖ.

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Der Großteil der heimischen Unternehmen, die vor dem Angriff Russlands bereits in der Ukraine tätig waren, sind es auch weiterhin, so das Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftskammer (WKÖ). Die zentralen Herausforderungen für die Austro-Firmen seien Auftragsrückgänge und die Sicherheit der Beschäftigten. Wobei sich die überwiegende Zahl der Firmen in der West- und Zentralukraine befinde und daher wenig von direkten Kampfhandlungen betroffen sei, so die WKÖ.

"Sehr wohl sind die österreichischen Niederlassungen aber von den indirekten Auswirkungen des Krieges betroffen", betont Georg Weingartner, Wirtschaftsdelegierter in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Ein großes Thema sei die Planungssicherheit, hätten die befragten 34 heimische Unternehmen angegeben.

Trotz der Widrigkeiten plane der Großteil aber auch heuer im Land zu verbleiben. Beinahe jede zweite Niederlassung gab an, vollständig operativ tätig zu sein. Dieser Wert sei höher als 2023. Mehr als zwei Drittel der Betriebe (68 Prozent) rechneten in den nächsten sechs Monaten damit, die Anzahl ihrer Beschäftigten halten zu können. Dass Mitarbeiter in die Armee einberufen werden, erschwere für 53 Prozent der Betriebe die Abläufe in den Betrieben.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr würden Strom- und Internetausfälle als Folge der russischen Raketenangriffe als geringere Hürde angegeben. "Offenbar haben die Unternehmen nach zwei Jahren gelernt, mit der schwierigen Situation umzugehen", so die Einschätzung von Weingartner.

Beim Wiederaufbau würden die in der Ukraine tätigen Betriebe vor allem im Bau- und Infrastrukturbereich viele Möglichkeiten sehen. Das gelte auch für den Energiesektor - insbesondere bei erneuerbarer Energie - sowie im Gesundheitsbereich, bei Nahrungsmitteln oder Dienstleistungen.

Die ukrainische Wirtschaft konnte sich laut aktueller WIIW-Prognose ("The Vienna Institute for International Economic Studies", Anm.) nach einem kriegsbedingten Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2022 von fast 30 Prozent im vergangenen Jahr mit 5,5 Prozent Wachstum wieder etwas erholen. "Angesichts der hohen Unsicherheiten liegt die Wachstumsprognose für 2024 bei beachtlichen drei Prozent", so die Ökonomen.

Kriegsbedingt ebenso eingebrochen seien 2022 die österreichischen Exporte in die Ukraine. In den ersten elf Monaten2023 stiegen diese jedoch wieder um 23 Prozent. Wichtigste Produktgruppe sind medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse, das Exportwachstum war aber besonders auf Anlagenlieferungen zurückzuführen. Vor Beginn des russischen Angriffskrieges war Österreich laut ukrainischer Nationalbank mit kumuliert 1,77 Mrd. Dollar der sechstgrößte ausländische Investor in der Ukraine.

In Österreich befinden sich aktuell rund 70.000 Vertriebene aus der Ukraine, davon etwa 50.000 im erwerbsfähigen Alter. Rund 12.000 von ihnen sind in Beschäftigung und 5.000 beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet. "Abgesehen von einer kleinen Zahl von selbstständig Erwerbstätigen - rund 400 Vertriebene - ist der Rest weder in Beschäftigung noch in Betreuung durch das AMS, gibt die Wirtschaftskammer heute zu bedenken. Hier schlummere ein großes Arbeitskräftepotenzial.

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