Troika drängt Griechenland zu härterem Sparkurs

Griechenland muss für die nächste Kredittranche seiner Geldgeber nach Medienberichten den zugesagten Sparkurs beschleunigen. Die Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), EZB und EU habe der Regierung in Athen eine Liste von 15 Sparmaßnahmen vorgelegt, die schneller umgesetzt werden müssten, berichteten griechische Medien am Montag.

Demnach sollten die Griechen beginnen, Mitarbeiter im Staatsdienst zu entlassen, Staatsgehälter und Pensionen zu kürzen oder einzufrieren, Heizölsteuern zu erhöhen, verlustbringende staatliche Organisation zu schließen, die Gesundheitsausgaben zu senken und Privatisierungen zu beschleunigen. Griechenlands Finanzminister Venizelos betonte, das Land müsse den Teufelskreis der Schuldenkrise so schnell wie möglich verlassen. Die Wirtschaft werde im laufenden Jahr um 5,5 Prozent schrumpfen. Eines der Hauptprobleme sei Liquidität für die Wirtschaft.

Venizelos soll am frühen Nachmittag bei einer Telefonkonferenz mit Vertretern der Troika über die Sparbemühungen seiner Regierung beraten. Im Anschluss will das griechische Kabinett über weitere Schritte debattieren. Von der Bewertung der Troika hängt die Auszahlung der nächsten Tranche der Notkredite ab. Die Finanzmärkte rechnen damit, dass Griechenland ohne die nächste Rate von acht Mrd. Euro im Oktober zahlungsunfähig sein wird.

Der ständige IWF-Vertreter in Griechenland, Bob Traa, mahnte am Montag unter anderem eine Reform der Steuerverwaltung ein. Er warnte zugleich aber davor, immer höhere Steuern zu erheben. Nach einer Reform des Systems der Steuereintreibung könnten Steuern sogar gesenkt werden.

- APA

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