Total schreibt 4,1 Mrd. Dollar für russisches Gas-Projekt ab

Französischer Energie-Riese verweist auf finanzielles Risiko wegen EU-Sanktionen

Total schreibt 4,1 Mrd. Dollar für russisches Gas-Projekt ab

Total schreibt 4,1 Mrd. Dollar für russisches Gas-Projekt ab

Der französische Energie-Konzern Total hat die Teilabschreibung eines milliardenschweren Gas-Projektes in Nordrussland angekündigt. Aus den EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges ergäben sich zusätzliche Risiken für die Durchführung des Arctic-LNG-2-Projekts, erklärte Total am Mittwoch. Deshalb werde das Unternehmen am Donnerstag eine Wertminderung in Höhe von 4,1 Milliarden Dollar in den ersten Quartalszahlen des Jahres ausweisen.

Dies sei der "Beginn des Rückzugs" von dem Projekt, sagte ein Sprecher. "TotalEnergies hat seine Schlüsse aus den Geschehnissen gezogen", sagte er mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie die EU-Sanktionen.

Total ist seit 2019 an Arctic LNG 2 beteiligt, womit Gas aus Russland in Form von Flüssiggas (LNG) mit Tankern durch die arktischen Gewässer transportiert werden soll. Mit der Jamal-Anlage ist Total noch an einem weiteren derartigen Projekt im hohen Norden Russlands beteiligt.

Der Vorstandsvorsitzende Patrick Pouyanne hatte im März gesagt, Total werde seine Russland-Aktivitäten nicht von jetzt auf gleich komplett einstellen, da "wir fast 13 Milliarden Dollar in diese Standorte investiert haben". Ein Rückzug würde bedeuten, dass diese 13 Milliarden Dollar in Russland bleiben würden. "Soll ich diese Vermögenswerte aufgeben, um die Russen zu bereichern, die wir sanktioniert haben?", sagte Pouyanne.

Er betonte gleichzeitig, dass es nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine vorerst keine Investitionen seines Unternehmens in Russland mehr geben werde: "Ich habe die Zukunft, die wir in Russland aufbauen wollten, gestrichen."

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