Trend Logo

Teuerung legte im August wieder zu

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Inflation im August wieder auf 7,4 Prozent gestiegen
©APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die Inflationsrate ist in Österreich im August wieder auf 7,4 Prozent gestiegen, nachdem sie im Juli auf 7,0 Prozent zurückgegangen war. Der Grund dafür ist an den heimischen Zapfsäulen zu finden: die Treibstoffpreise dämpften die Teuerung deutlich weniger als zuletzt. Auch Haushaltsenergie und Gastronomie hielten die Inflationsrate mit zweistelligen Teuerungsraten hoch, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Etwas weniger Preisdruck gab es bei Nahrungsmitteln.

von

Die Inflationsrate ist in Österreich im August wieder auf 7,4 Prozent gestiegen, nachdem sie im Juli auf 7,0 Prozent zurückgegangen war. Der Grund dafür ist an den heimischen Zapfsäulen zu finden: die Treibstoffpreise dämpften die Teuerung deutlich weniger als zuletzt. Auch Haushaltsenergie und Gastronomie hielten die Inflationsrate mit zweistelligen Teuerungsraten hoch, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Etwas weniger Preisdruck gab es bei Nahrungsmitteln.

Diesel (-10 Prozent) und Superbenzin (-9 Prozent) vergünstigten sich im August im Jahresvergleich zwar immer noch kräftig, im Juli war der preisdämpfende Effekt aber deutlich höher, zeigen Daten der Statistik Austria von Dienstag. Im Juli kosteten Diesel und Benzin im Schnitt fast ein Viertel weniger als vor einem Jahr. Preisdämpfend wirkten im August auch Heizöl (-20 Prozent) und Strom (-6 Prozent). Andere Energieträger wiederum waren preistreibend, wie etwa Gas (+79 Prozent) und Fernheizung (+68 Prozent).

Auch rund ums Wohnen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im August tiefer in die Tasche greifen als vor einem Jahr. Mieten verteuerten sich durchschnittlich um rund 9 Prozent, Betriebskosten für Mietwohnungen stiegen im Schnitt um fast 7 Prozent. Die Preise für Wohnung, Wasser und Energie erhöhten sich durchschnittlich um rund 10 Prozent und blieben damit der bedeutendste Treiber der Inflation im Jahresabstand, so die Statistik Austria. In Restaurants und Hotels wurden die Preise durchschnittlich um 12 Prozent angehoben.

Der Preisanstieg bei den Nahrungsmitteln lag zwar nach wie vor klar über der Gesamtteuerung, mit 9,8 Prozent sei die Teuerung bei Lebensmitteln erstmals seit mehr als einem Jahr wieder unter die 10-Prozent-Marke gesunken, räumte Statistikchef Thomas ein. Der Preisdruck nahm insbesondere bei Milch, Käse und Eiern (+7 Prozent) ab, aber auch Brot und Getreideerzeugnisse (+13 Prozent) sowie Gemüse (+11 Prozent) verzeichneten weniger starke Teuerungen als im Juli. Fleisch kostete im Schnitt um fast 8 Prozent mehr, Obst verteuerte sich um rund 6 Prozent. Öle und Fette verbilligten sich insgesamt um 1,5 Prozent.

Die für Eurozonen-Vergleiche ermittelte Harmonisierte Inflationsrate (HVPI) für Österreich betrug im August 7,5 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eigentlich eine Inflation von 2 Prozent als Optimalwert für die Wirtschaft im Euroraum an.

Über die Autoren

Logo
Abo ab €16,81 pro Monat
Ähnliche Artikel
Photovoltaik-Paneele über Obstkulturen produzieren nicht nur Strom
Nachrichtenfeed
Photovoltaik über Obstbau schützt vor Regen und Frost
Die Bundesregierung will Verbraucherrechte im Energiesektor stärken
Nachrichtenfeed
Sondergesetz soll mehr Wettbewerb am Energiemarkt bringen
Inflation sinkt in Österreich auf niedrigsten Wert seit September 2021
Nachrichtenfeed
Inflation im April bei 3,5 % - Fünfthöchster Wert in EU
Wintersaison: Bereinigt um Inflation und Kalendertage durchwachsen
Nachrichtenfeed
Tourismus - Nächtigungsrekord mit sparsameren Urlaubern
Weitere Proteste in mehreren Bundesländern geplant
Nachrichtenfeed
Fahrradboten setzen Warnstreiks nach Pfingsten fort
Fahrradboten ritten zum Warnstreik für mehr Lohn aus
Nachrichtenfeed
Fahrradboten ritten zum Warnstreik für mehr Lohn aus
Arbeitsmarkt 2023: Teilzeitquote stabil, viele Überstunden
Nachrichtenfeed
Arbeitsmarkt 2023: Teilzeitquote stabil, viele Überstunden
Die Addiko Bank könnte an die slowenische Bank gehen
Nachrichtenfeed
Addiko Bank rückt ins Visier von Investoren
Ausbau der Ladestellen kommt rasch voran
Nachrichtenfeed
Elektroautos im Vormarsch, aber hohe Preise schrecken ab
Der Vertrag von ÖBAG-Chefin Hlawati wurde bis Februar 2027 verlängert
Nachrichtenfeed
ÖBAG-Chefin will Dividende für Infrastruktur zweckwidmen
Viele Unternehmen sind nach dem Angriff Russlands geblieben
Nachrichtenfeed
Nur wenige ausländische Firmen kehrten Russland den Rücken
Selbstbediener-Kassen haben sich in Österreich noch nicht durchgesetzt
Nachrichtenfeed
Hofer will in bis zu 200 Filialen Selbstbedienungskassen