Teuerung kletterte im April auf 3,3 Prozent

Die Teuerung hat sich in Österreich im April noch einmal weiter verschärft. Im Jahresabstand legte der Preisauftrieb auf 3,3 Prozent zu, nach 3,1 Prozent im März. Das ist der höchste Wert seit September 2008 mit damals 3,8 Prozent. Hauptverantwortlich für die hohe Inflation sind nach Angaben der Statistik Austria von Montag weiterhin die teuren Ölprodukte, gefolgt von Nahrungsmitteln.

Der Ausgabenbereich "Verkehr" verteuerte sich im Jahresabstand um satte sechs Prozent. Den Ausschlag dafür gaben die um 18 Prozent höheren Sprit-Preise. Für die 2,9-prozentigen Teuerungen im Bereich "Wohnung, Wasser und Energie" waren im April vor allem höhere Preise für Haushaltsenergie verantwortlich, die um 5,6 Prozent zulegten. Dabei verteuerte sich Heizöl binnen zwölf Monaten um 24 Prozent und Gas um 7 Prozent. Strom kostete unverändert viel.

Bei den im Durchschnitt um 3,7 Prozent teureren Nahrungsmitteln kostete Obst um 15 Prozent mehr, Molkereiprodukte und Eier kamen um fünf Prozent teurer, Brot und Getreideerzeugnisse um drei Prozent. Dafür verbilligte sich Gemüse um ein Prozent. Für alkoholfreie Getränke musste im Schnitt um 10,3 Prozent mehr berappt werden, dazu trugen maßgeblich die um 25 Prozent gestiegenen Kaffeepreise bei.

Wesentlich teurer geworden ist der sogenannte "Miniwarenkorb", der einen wöchentlichen Einkauf widerspiegelt. Dieser kostete im April um 6,7 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Und auch der "Mikrowarenkorb", der überwiegend Nahrungsmittel (aber keinen Sprit) enthält und den täglichen Einkauf repräsentiert, kostete um 4,3 Prozent mehr.

Auch in der gesamten EU verzeichnete die Inflation einen deutlichen Sprung: Sie stieg im April auf 3,2 Prozent. In der Euro-Zone lag sie bei 2,8 Prozent.

- APA

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