Tesla wird dank Hertz-Auftrag zur nächsten Billionen-Firma

Kurssprung von fast 10 Prozent

Tesla wird dank Hertz-Auftrag zur nächsten Billionen-Firma

Tesla wird dank Hertz-Auftrag zur nächsten Billionen-Firma

Die wieder aufgeflammte Rekordjagd hat die Aktien von Tesla am Montag in die Liga der Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar aufsteigen lassen. Ein Kurssprung um zuletzt fast zehn Prozent sorgte dafür, dass der Elektroautobauer der nächste US-Konzern wurde, dem dies gelang.

Damit spielt die Aktie nun in einer Klasse mit den Technologiegiganten Apple, Microsoft, Alphabet und Amazon. Apple ist mit einer Marktkapitalisierung von 2,5 Billionen derzeitiger Spitzenreiter.

Die Papiere des Elektroautobauers kletterten am Montag in der Spitze bis auf knapp 999 Dollar, zuletzt gewannen sie 9,4 Prozent auf 994,70 Dollar. Neben der Billionen-Marktwertschwelle steht damit auch der erstmalige Bruch der 1.000-Dollar-Kursmarke unmittelbar bevor. In den vergangenen Tagen schon hatte sich die Rallye der Tesla-Aktien wieder intensiviert: Am Freitag war der bisherige Rekord von rund 900 Dollar aus dem Jänner erstmals überboten worden.

Ein Großauftrag von Hertz wurde nun zu Wochenbeginn für das Kursfeuerwerk verantwortlich gemacht. Tesla bestätigte vorherige Berichte, wonach der US-Autovermieter bis Ende kommenden Jahres 100.000 Fahrzeuge für seine Flotte bestellt hat. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider darüber berichtet und dabei ein Kaufvolumen von rund 4,2 Milliarden US-Dollar (3,6 Mrd Euro) genannt. Zum Vergleich: In den ersten neun Monaten des Jahres lieferte Tesla knapp 630 000 Fahrzeuge aus.

Tesla hatte die Anleger am vergangenen Donnerstag schon mit einem starken Bericht zum dritten Quartal überzeugt, indem trotz des derzeit herrschenden Chipmangels die Rekordauslieferung von gut 241.000 Fahrzeugen gelang. Analyst Matthias Volkert von der DZ Bank hatte daraufhin geurteilt, dies sei ein starkes Signal des Unternehmens an die Wettbewerber. In der Folge war die Aktienrally wieder richtig auf Touren gekommen.

Volkert fuhr am Freitag in einer Studie fort, dass es aus seiner Sicht zwei wichtige Argumente dafür gibt, warum Tesla die Auswirkungen des globalen Halbleitermangels klein halten konnte: Zum einen, die sehr übersichtliche Modellpalette und zum anderen die Leistung der Tesla-Softwareingenieure, die eine flexible Nutzung eingekaufter Halbleiter erst ermögliche.

Der Experte gab zwar zu, dass das Unternehmen von Elon Musk nach fundamentalen Maßstäben schon hoch bewertet sei. "Das hohe Wachstum bereits heute und die Aussichten auf Softwareverkäufe und weitere Steigerungen der Profitabilität rechtfertigen unseres Erachten zumindest langfristig diese Bewertungsprämie", bestätigte er am Freitag seine bisherige Kaufempfehlung.

Für die Tesla-Aktie wäre der Sprung über die 1.000-Dollar-Marke der nächste große Meilenstein einer neu entfachten Rallye. Nach dem bisherigen Rekord im Jänner war es zeitweise rauher geworden für die erfolgsverwöhnten Anleger: Im März und im Mai folgten zwei Zwischentiefs im Bereich von 540 Dollar. Sollten die Aktien die Tausendermarke brechen, steuert der Kurs von diesen Tiefs ausgehend nun schon wieder auf eine Verdopplung zu.

Langfristig orientierte Investoren brauchen sich um eine Vervielfachung ohnehin keine Sorgen zu machen - und dies trotz der Corona-Krise: Ende 2019 um damit kurz vor dem Ausbruch der Pandemie noch im Bereich von 60 Dollar zu haben. Wer damals schon auf Tesla setzte, hat mittlerweile den etwa 15-fachen Wert im Depot. Anfang 2013 kosteten die Aktien sogar noch deutlich weniger als zehn Dollar.

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