Telekom-Sonderaufsichtsrat tagt heute ab 15 Uhr

Der außerordentliche Aufsichtsrat der Telekom Austria zur Affäre um Korruptionsvorwürfe und Kursmanipulation beginnt heute, Freitag, um 15 Uhr am Sitz des Unternehmens in der Lassallestraße im 2. Wiener Gemeindebezirk.

Die ÖIAG, die den Aufsichtsrat einberufen hat, hatte Ort und Zeit bisher geheimgehalten, um einem Ansturm der Medienvertreter zu vermeiden. Nun schwenkte die Staatsholding in ihrer Informationspolitik jedoch um. Ein ÖIAG-Sprecher teilte den Termin am späten Freitagvormittag der APA mit.

Die ÖIAG hält an der börsenotierten TA 28,42 Prozent, ÖIAG-Chef Markus Beyrer fungiert als Aufsichtsratspräsident. Das zwölfköpfige Aufsehergremium will heute Maßnahmen zur Aufklärung der Affären in die Wege leiten und eine externe Task Force einsetzen. Im Vorfeld häufen sich die Spekulationen, welche Schritte der Aufsichtsrat noch ergreifen wird.

Von einem "ausländischen Anti-Korruptionsjäger", der die Telekom gründlich durchleuchten und scharfe Maßnahmen setzen soll, ist die Rede. Die Tageszeitung "Standard" schreibt heute von einer geplanten Vorstandserweiterung: Demnach solle der derzeitige Zweiervorstand auf einen Dreiervorstand vergrößert werden, Telekom-Boss Hannes Ametsreiter würde dadurch von operativen Aufgaben entlastet und könnte sich intensiv um die Sonderprüfung des Konzerns kümmern.

Der heutige außerordentliche Aufsichtsrat wird auch eine Bewährungsprobe für den frischgebackenen ÖIAG-Chef Markus Beyrer. Der erst seit 1. Juli amtierende Chef der Staatsholding stand als früherer langjähriger Generalsekretär der Industriellenvereinigung immer in der zweiten Reihe. Nun muss er Krisenmanagement betreiben und die börsenotierte teilstaatliche Telekom in ein ruhigeres Fahrwasser bringen.

- APA

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