Telekom-Leistungen laut Mensdorff-Pouilly belegbar

Laut Unternehmensberater Alfons Mensdorff-Pouilly sind alle seine Leistungen, für die er von der Telekom Austria bezahlt worden ist, auf Basis seiner Buchhaltung nachvollziehbar. "Das ist alles aus den Büchern ersichtlich. Da steht drinnen, was die Leistung war, was eingegangen ist und wie das Geld im Geschäftsbetrieb verwendet wurde. Inklusive Steuer", sagte Mensdorff-Pouilly dem "Kurier".

Zur staatsanwaltlichen Einvernahme gehe er mit einem "angenehmen" Gefühl: "Der Staatsanwalt kriegt die ganze Buchhaltung. Die lese ich dann eh wieder en detail im 'profil'", so der burgenländische Großgrundbesitzer und Forstwirt, der sich lieber "Berater" als "Lobbyist" nennen lässt. Die Telekom habe er "drei Jahre lang in verschiedenen Ländern beraten", da sei er "rund um die Uhr für Fragen erreichbar" gewesen und habe "Strategien mitentwickelt, um nur einige Beispiele zu nennen". Wie viel er bei Aufträgen verdient, hänge davon ab, um wie viel Arbeit es sich handle: "Ich habe Firmen zwei, drei Jahre beraten, ohne einen Euro zu verrechnen."

Mitleid müsse man mit ihm in finanzieller Hinsicht aber nicht haben: "Nein", sagt Mensdorff-Pouilly auf eine entsprechende Frage. Er lebe "noch ganz gut" - mit "vielleicht 10.000 Euro netto", da seien aber sein Chauffeur, zwei alte Reitpferde und vieles andere mehr schon inkludiert. Und was - angebliche - Schmiergeldzahlungen betreffe: "Wenn das Geld wo eingegangen ist, um zu schmieren , muss es ja wieder wo raus gehen. Also schauts bitte meine Buchhaltung an", so der Berater im Interview.

Nur allgemein äußerte sich Mensdorff-Pouilly zu Jagd-Einladungen. Es sei "ein Stumpfsinn" zu behaupten, dass er durch derartige Einladungen Geschäfte anbahnen würde und die Gäste günstig stimmen wolle: "Meine Kunden kaufen einfach Jagdtage, inklusive Übernachtung und Essen, bei mir. Sie laden ihre Gäste natürlich selber ein". Laut "profil" zahlte die Telekom für Jagden knapp 170.000 Euro. Bisher seien nur Kosten in Zusammenhang für eine Jagd in Schottland in Höhe von 21.800 Euro bekanntgewesen, so das Magazin.

- APA

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