Telekom Austria "massiv von Kostensteigerungen betroffen"

Telekom Austria "massiv von Kostensteigerungen betroffen"

Telefonieren und surfen wird wohl teurer werden: Tarife werden automatisch an die Inflation angepasst.

Die teilstaatliche Telekom Austria zahlt in einem "normalen" Jahr hundert Millionen Euro für Strom. Noch profitiert die Firma von im Voraus zu günstigen Preisen gekauften Strom, doch diese Verträge laufen in den nächsten Monaten aus, geht aus einem Bericht der "Presse" hervor. "Wir sind massiv von den Kostensteigerungen betroffen", wird A1-Chef Thomas Arnoldner im Bericht zitiert. Neben den Energiekosten lastet auch der Anstieg der Baupreise und Löhne auf dem Geschäft.

In Summe machen die Stromkosten in der gesamten Gruppe 2 Prozent des Umsatzes aus. Ob der Konzern staatliche Hilfen für energieintensive Firmen bekommt ist offen. Dafür sollen nach bisherigen Plänen die Energiekosten mindestens 3 Prozent des Umsatzes ausmachen.

Kostensteigerungen treffen auch die Kunden.

Die Vervielfachung der Strompreise in den vergangenen eineinhalb Jahren wird noch ihrern Niederschlag finden. "Für heuer werden wir das verdauen können", sagt Arnoldner. Nächstes Jahr sehe die Lage - je nach Entwicklung der Preise - bedeutend kritischer aus. An der Gewinnprognose rüttelt das Unternehmen laut "Presse"-Bericht nicht.

Günstigen Strom "gehedged" hat A1 vor allem in Österreich. Doch etwa in anderen Märkten wie Bulgarien ist das gar nicht möglich, weil keine lokalen Börsen Strom-Futures anbieten. Dafür gebe es dort kräftige staatliche Subventionen, durch die der Preis de facto gedeckelt sei.

Die Kostensteigerungen wrden letztlich aber auch die Kunden treffen: Tarife werden automatisch an die Inflation angepasst. Für die Telekom Austria wird das zumindest einen teilweisen Ausgleich bringen.

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