Telekom-Austria: Heuer auch Ergebnisrückgang in Österreich

Die Telekom Austria Group musste in den ersten neun Monaten 2011 auch am Heimatmarkt in der Bilanz federn lassen, während die Kundenentwicklung im Festnetz weiterhin nach oben zeigt. Zum Ende des 3. Quartals gab es 2,3 Mio. Festnetzanschlüsse in Österreich, eine Steigerung um ein Prozent gegenüber dem Stichtag des Vorjahres.

Beachtlich ist die Steigerung bei den Festnetz-Breitbandanschlüssen um 11,4 Prozent auf 1,2 Mio. - damit wird laut Telekom bereits mehr als die Hälfte der Festnetzanschlüsse für Internetservices genutzt. Im Mobilfunkbereich steigt die Kundenbasis um 3,9 Prozent auf 5,2 Mio. in den ersten neun Monaten des Jahres, die Anzahl der mobilen Breitbandkunden stieg um 17 Prozent.

Kundenwachstum: 4,7%

In Österreich ging der Umsatz trotz des Kundenwachstums um 4,7 Prozent auf 2.190,1 Mio. Euro zurück. "Mehr als 40 Prozent des Rückgangs sind auf geringere Einnahmen aus Roaming und Zusammenschaltung zurückzuführen", gibt Telekom-Chef Hannes Ametsreiter in einer Aussendung am Montag zu bedenken.

Das bereinigte Ebitda sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 8,3 Prozent auf 746,1 Mio. Euro. "Striktes Kostenmanagement konnte den Ertragsrückgang teilweise kompensieren", so Ametsreiter. Die Einsparungen betrugen demnach rund 42,4 Mio. Euro und wurden beispielsweise durch reduzierte Reparatur- und Wartungskosten erzielt. Der Personalrestrukturierungsaufwand betrug in den ersten neun Monaten 2011 insgesamt 224,8 Mio. Euro. Bis Ende September wurden die verschiedenen Modelle von fast 670 Mitarbeitern in Anspruch genommen. Für das Gesamtjahr 2011 sind Aufwendungen in der Höhe von bis zu 250 Mio. Euro geplant, bestätigte Ametsreiter bisherige Aussagen. Bei der Telekom starten heute die Kollektivvertragsverhandlungen für das Jahr 2012.

Die Investitionen stiegen in Österreich um 9,7 Prozent auf 318,6 Mio. EUR - ein überdurchschnittlicher Anstieg im Vergleich zum Zuwachs von 2,6 Prozent auf Konzernebene.

Die Aktionäre schauen bei der Telekom Austria Group, die stark in Südosteuropa vertreten ist, besonders nach Weißrussland. Dort belasten Abschreibungen aufgrund einer veritablen Wirtschaftskrise die Telekom-Bilanz. "Die Entwicklung der ersten neun Monate im Jahr 2011 in Weißrussland war einerseits vom starken Wachstum - 31 Prozent operative Umsatzsteigerung auf konstanter Währungsbasis - andererseits von zwei Währungsabwertungen geprägt", gibt Ametsreiter zu bedenken. Der Umsatz sank um 13,2 Prozent auf 219,7 Mio. Euro, wobei der negative Fremdwährungseffekt mit 122,7 Mio. Euro zu beziffern seien.

-Apa, Red

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