Telekom Austria: Ergebniseinbruch im 1. Halbjahr

Die Telekom Austria muss heuer etwas kleinere Brötchen backen als geplant. Der Umsatz soll im Gesamtjahr bei 4,5 Mrd. Euro liegen, bei der Präsentation der Zahlen für das 1. Quartal wurden noch 4,6 Mrd. Euro angepeilt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nun bei 1,55 statt 1,6 Mrd. Euro liegen.

Damit habe der Konzern auf die Währungsabwertung in Weißrussland reagiert, wo die Telekom die Tochter Velcom betreibt. "Die starke operative Leistung in Weißrussland wurde von der 54-Prozent-Abwertung des weißrussischen Rubel überschattet", so der Konzern.

Der Rückgang der Umsatzerlöse und des bereinigten Ebitda führt Telekom-Chef Hannes Ametsreiter auf "regulatorische Effekte, das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld und den starken Wettbewerb" zurück. Demgegenüber stünde ein Kundenwachstum dank des Booms bei mobilem Breitband und Smartphones sowie der Erfolg der Bündelprodukte aus Festnetz, Mobilfunk und Internet. An der Mindestdividende von 0,76 Euro werde jedenfalls nicht gerüttelt.

Im zweiten Quartal 2011 ist es bei der Telekom im Jahresvergleich ebenfalls durchwachsen gelaufen. Das Betriebsergebnis war mit minus 36,7 Prozent auf 85 Mio. Euro weiterhin kräftig eingetrübt. Ausgeweitet wurde das Minus beim Umsatzerlös, dieser hatte im zweiten Quartal um 5,1 Prozent auf 1,109 Mrd. Euro nachgegeben. Der Gewinn je Aktie brach um 70,1 Prozent auf 0,05 Euro ein. Der Mitarbeiterstand der Telekom Austria Group, also mit den Töchtern in Südosteuropa, stieg um drei Prozent auf 17.032 Personen.

Ametsreiter fasste am Mittwoch die Zahlen in einer Aussendung so zusammen: "Operativ erfolgreich in schwierigem Umfeld". Er verwies auf die "starke Ertragslage in Slowenien, Serbien und Mazedonien". In Österreich konnte "nach dem Turnaround im Festnetz der Zuwachs der Anschlüsse weiter fortgesetzt werden".

- APA

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