Telekom-Affäre: Unternehmen zahlte für Mensdorffs Jagden 170.000 Euro

Die Telekom Austria soll für Jagdausflüge auf die Güter des Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly mehr bezahlt haben als bisher bekannt war. Laut dem Nachrichtenmagazin "Profil" zahlte das Unternehmen für Jagden knapp 170.000 Euro, das gehe aus zwei Rechnungen der burgenländischen "Forstverwaltung Mensdorff-Pouilly" an die inzwischen aufgelöste Telekom-Festnetzgesellschaft hervor.

Bisher seien lediglich Kosten in Zusammenhang für eine Jagd in Schottland in der Höhe von 21.800 Euro bekanntgewesen. Die nun vorliegenden Rechnungen aus den Jahren 2007 und 2008 weisen allerdings weitere Summen von 70.584,20 Euro sowie 77.076,30 Euro auf. Insgesamt soll die Telekom damit annähernd 170.000 Euro für Jagdausflüge gezahlt haben.

Die "Salzburger Nachrichten" berichten indes in ihrer Samstag-Ausgabe von einer Jagdeinladung auf Mensdorffs schottisches Anwesen aus dem Jahr 2003. Unter anderem soll dort ein damaliger Mitarbeiter aus dem Kabinett des früheren Bundeskanzlers Schüssel dabei gewesen sein. Dadurch einen Zusammenhang mit der Vergabe für "Tetron" herzustellen, sei jedoch an "den Haaren herbeigezogen", erklärte dieser frühere Mitarbeiter und meinte weiters, das Bundeskanzleramt habe mit der Projektvergabe schließlich überhaupt nichts zu tun gehabt.

- APA

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