Tarifrunde für Lufthansa-Bodenpersonal hat begonnen

Gewerkschaft fordert um 9,5 Prozent mehr Entgelt

Tarifrunde für Lufthansa-Bodenpersonal hat begonnen

Tarifrunde für Lufthansa-Bodenpersonal hat begonnen

Vor dem Hintergrund großer Abfertigungsprobleme und Personalengpässe haben die Tarifverhandlungen für rund 20.000 Beschäftigte des Lufthansa-Bodenpersonals begonnen. Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag zum Auftakt der Gespräche in einem Hotel am Frankfurter Flughafen ihre Forderung nach einem Gehaltssprung von 9,5 Prozent bekräftigt. Auf begleitende Protestaktionen verzichtete die Gewerkschaft.

Verhandlungsführerin Christine Behle führt unter anderem die starken Belastungen für die Beschäftigten durch die Coronakrise und die Arbeitsverdichtung als Gründe für die Forderung an. Viele Beschäftigte hätten das Unternehmen verlassen, sodass für die Verbliebenen die Aufgabendichte noch größer geworden sei. Dazu kämen die hohe Inflation und der dreijährige Verzicht auf Gehaltssteigerungen. Lufthansa habe mit ihrem drastischen Personalabbau während der Coronakrise zur stark zugespitzten Situation beigetragen, kritisierte Behle, die auch Vizevorsitzende des Aufsichtsrats der AUA-Mutter ist.

Die Gewerkschaft will bei einer Laufzeit von zwölf Monaten die unteren Lohngruppen besonders versorgen. Die Gehaltssteigerung müsse mindestens 350 Euro betragen und zusätzlich sollten sich alle Stundenlöhne deutlich vom gesetzlichen Mindestlohn absetzen, der im Oktober auf 12 Euro die Stunde steigt. Es geht um Beschäftigte der Lufthansa AG Boden, Lufthansa Technik, Lufthansa Systems, Lufthansa Technik Logistik Dienstleistungen, Lufthansa Cargo und der Lufthansa Service Gesellschaft.

Das Unternehmen hatte bereits vor Beginn der Runde Verständnis gezeigt, dass Verdi angesichts der starken Inflation und dem langen Abstand zur letzten Gehaltsrunde im Jahr 2019 den Gehaltstarifvertrag gekündigt hat. Auf der anderen Seite müsse man die hohe Schuldenlast des Unternehmens und die wirtschaftlichen Risiken durch Ukraine-Krieg und hohe Kerosinpreise beachten, hatte ein Sprecher betont.

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