Swiss hat vom Staat verbürgten Milliardenkredit zurückgegeben

Beansprucht hat die Swiss weniger als die Hälfte des Darlehens von insgesamt 1,5 Mrd. Franken (1,43 Mrd. Euro)

Swiss hat vom Staat verbürgten Milliardenkredit zurückgegeben

Swiss hat vom Staat verbürgten Milliardenkredit zurückgegeben

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat ihren vom Bund verbürgten Milliardenkredit per Ende der Laufzeit zurückgegeben. Künftig werde die deutsche Lufthansa-Gruppe, der die AUA-Schwester Swiss angehört, die Finanzierung über den Kapitalmarkt sicherstellen, teilte die Fluggesellschaft mit.

Beansprucht hat die Swiss den Angaben zufolge weniger als die Hälfte des Darlehens von insgesamt 1,5 Mrd. Franken (1,43 Mrd. Euro). Für das bezogene Geld habe sie zudem 60 Mio. Franken an Zinsen und Gebühren bezahlt. Die Airline hat dabei laut Eigenangaben "die mit der finanziellen Unterstützung verbundenen standortpolitischen Auflagen jederzeit erfüllt". Durch ihre Restrukturierung sei sie zudem inzwischen finanziell stabil.

Die Verträge wurden laut einer ebenfalls veröffentlichten Mitteilung des Finanzministeriums per 7. Juni aufgelöst. Dadurch entfallen nun die Auflagen, die die Fluggesellschaft erbringen musste. Der Bund begrüße die vorzeitige Rückzahlung, Finanzminister Ueli Maurer bedankte sich in der Mitteilung bei der Fluggesellschaft für die "konstruktive Zusammenarbeit".

Die Swiss hat im Sommer 2021 eine Restrukturierung eingeleitet. Im Rahmen dieser hat sie ihre Flotte um rund 15 Prozent reduziert und bis Ende 2021 rund 1.700 Vollzeitstellen abgebaut. Inzwischen leidet die Fluggesellschaft deshalb jedoch unter Personalmangel, weshalb sie in den letzten Tagen zahlreiche Flüge streichen musste.

Laut Finanzchef Markus Binkert hätten die eingeleiteten Maßnahmen jedoch ihre Wirkung gezeigt. "Nach kumulierten Verlusten von mehr als 1 Mrd. Franken in den letzten beiden Jahren konnten wir nun zu finanzieller Stabilität zurückkehren und im ersten Quartal dieses Jahres einen positiven Cashflow generieren", wurde er zitiert.

Die Swiss hatte den Milliardenkredit im ersten Corona-Frühling 2020 erhalten, die Laufzeit war bis 2025 angesetzt. Das Darlehen wurde der Swiss und ihrer Schwestergesellschaft Edelweiss als Unterstützungsmaßnahme zugesprochen, weil die Fluggesellschaften aufgrund der Coronapandemie in finanzielle Schieflage geraten waren.

Der Kredit war zu 85 Prozent vom Schweizer Staat verbürgt. Dieser hätte also für 85 Prozent der Summe aufkommen müssen (oder in absoluten Zahlen: für 1,275 Milliarden Franken), falls die Swiss nicht in der Lage gewesen wäre, das geliehene Geld zurückzuzahlen. Zur Verfügung gestellt wurde das Geld von den beiden Banken Credit Suisse und UBS.

Als Sicherheit für die Bürgschaft des Bundes diente das gesamte Aktienkapital der Swiss. Außerdem musste sich die Fluggesellschaft verpflichten, das Geld nicht ins Ausland abfließen zu lassen.

Das Darlehen war an diverse weitere Auflagen geknüpft. So durfte die Swiss, solange sie von dem Geld bezog, an die Konzernmutter keine Dividenden zahlen und musste auf konzerninterne Transfers verzichten. Außerdem musste sie ihr erwirtschaftetes Geld prioritär für die Rückzahlung der Liquiditätshilfen verwenden.

"Wir sind dem Bund sehr dankbar, dass er zusammen mit den Banken Swiss und Edelweiss während der Coronapandemie die benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt hat", wurde Swiss-Chef Dieter Vranckx in der Mitteilung zitiert. Dadurch habe die Swiss unter anderem einen Großteil der Arbeitsplätze in der Schweiz sichern können.

Russische Wirtschaft schrumpfte im Frühjahr um 4,0 Prozent

Russische Wirtschaft schrumpfte im Frühjahr um 4,0 Prozent

Nach der Ukraine-Invasion und Sanktionen des Westens hat die Wirtschaft …

US-Verbraucherstimmung stieg im August deutlich

US-Verbraucherstimmung stieg im August deutlich

Barometer legte von 51,5 Punkten auf 55,1 Zähler zu

Anstieg der US-Einfuhrpreise schwächt sich merklich ab

Anstieg der US-Einfuhrpreise schwächt sich merklich ab

Einfuhrpreise im Juli um 8,8 Prozent gestiegen

Bayer muss BASF keinen Schadenersatz zahlen

Bayer muss BASF keinen Schadenersatz zahlen

Schiedsgericht: Vertragliche Verpflichtungen wurden nicht verletzt