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Swarovski 2023 bisher mit zwei Prozent Umsatzplus

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Swarovski verzeichnete heuer bisher ein Umsatzplus
©APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
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Der Tiroler Kristallkonzern Swarovski wartet im bisherigen Geschäftsjahr 2023 im Zeitraum von Jänner bis September mit einem positiven Umsatzergebnis auf: Man fuhr ein Plus von rund zwei Prozent im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum ein. Im gesamten Jahr 2022 war der Umsatz bei 1,83 Mrd. Euro gelegen. "Es war bisher ein anständiges Jahr", sagte CEO Alexis Nasard vor Journalisten in Wattens. Vorgestellt wurde dabei auch der dortige neue Generalmanager Jérôme Dandrieux.

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Der Tiroler Kristallkonzern Swarovski wartet im bisherigen Geschäftsjahr 2023 im Zeitraum von Jänner bis September mit einem positiven Umsatzergebnis auf: Man fuhr ein Plus von rund zwei Prozent im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum ein. Im gesamten Jahr 2022 war der Umsatz bei 1,83 Mrd. Euro gelegen. "Es war bisher ein anständiges Jahr", sagte CEO Alexis Nasard vor Journalisten in Wattens. Vorgestellt wurde dabei auch der dortige neue Generalmanager Jérôme Dandrieux.

Besonders gefruchtet habe, dass man auf neue "Store-Konzepte" gesetzt habe, berichtete der CEO am Donnerstag. Jetzt gelte es, die "auch an Kultur reichhaltige Marke noch besser aufzuladen", erklärte Nasard und richtete seinen Blick vor allem in Richtung China, das einen "riesigen Markt" darstellen würde, auf dem man noch mehr reüssieren müsse. Erste Früchte konnte man dort aber bereits ernten: "Ein großes Event im Rahmen einer Swarovski-Ausstellung in Shanghai hat bereits erste Auswirkungen in Sachen Verkäufe."

Stärken wolle man die Marke aber nicht nur mit kulturellen Ereignissen, sondern auch mit dem Thema Nachhaltigkeit, wie Swarovski-Produktionschef Herbert Schuler berichtete. "Wir setzen auf nachhaltige Kollektionen mit einem großen Anteil an Recycling", führte dieser aus. Am Standort Wattens lege man zudem den Fokus auf Photovoltaik und im Produktionsbereich auf "erneuerbare Energie".

Die Geschäfte in Österreich liefen jedenfalls gut, berichtete weiters Wolf-Dietrich Plattner, Finanzchef von Swarovski am Hauptsitz Wattens: "Von Jänner bis September konnten wir ein Umsatzplus von 14 Prozent erzielen". In den Swarovski Kristallwelten belaufe sich das Plus sogar auf 67 Prozent.

"Wir sind bereit für die nächsten Monate und für die Zukunft", meinten schließlich Nasard und Swarovski-Aufsichtsratspräsidentin Luisa Delgado unisono. Letztere präsentierte auch den neuen Generalmanager am Standort Wattens, Dandrieux. Ebenjener werde nicht nur Generalmanager von Wattens, sondern auch als globaler Human-Resources-Manager agieren, sagte Delgado.

Dandrieux hat Literatur und Philosophie sowie Human Resources studiert. 2009 wechselte er nach mehreren beruflichen Stationen zu Valeo und später zu Louis Vuitton, wo er eine zentrale Rolle als Verantwortlicher für die soziale Entwicklung einnahm. Seit 2018 war er Geschäftsführer der Rimowa GmbH.

Der Franzose wollte noch nicht allzu viel zu seinem Stil und Plänen sagen, aber: "Ich glaube, dass die Verbindung von Human Resources und der Geschäftsführertätigkeit neue Akzente setzen kann." Er sei sich jedenfalls "der Herausforderungen bewusst", erbat aber noch Zeit, um diese genau zu benennen: "Ich beginne meine Tätigkeit erst mit Mitte November."

Der Kristallkonzern hatte sich in den vergangenen Jahren mit starken Turbulenzen konfrontiert gesehen. Dies betraf sowohl die Konzernführung als auch die wirtschaftliche Situation aufgrund der Coronakrise. Ex-CEO Robert Buchbauer leitete einen Umbau des Konzerns - mitsamt großflächigen Kündigungen in Wattens - ein, mit dem ein Teil des Familienclans nicht einverstanden war. Rechtliche Auseinandersetzungen waren die Folge. Erstmals übernahm im Vorjahr mit Nasard eine familienfremde Person die Unternehmensführung.

Zuletzt wartete man aber mit positiven Nachrichten auf - und dies betraf nicht nur die Umsatzentwicklung. Etwa der Bereich der "gezüchteten Kristalle" entwickle sich prächtig, berichtete Peter Widmann, Geschäftsführer B2B bei Swarovski, dazu beim Pressegespräch am Donnerstag. "60 Prozent in diesem Bereich sind für uns neue Kunden", erklärte er. In den Stores erziele man mittlerweile etwa bis zu zehn Prozent der Verkäufe durch gezüchtete Kristalle. Zuletzt war davon die Rede, dass man ab Herbst in Sachen "Created Diamonds" die "globale Expansion" angehe.

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