Strauss-Kahn ins Gefängnis Rikers Island verlegt

Der unter dem Verdacht der versuchten Vergewaltigung stehende IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist in das berüchtigte New Yorker Gefängnis Rikers Island verlegt worden. Die Haftanstalt liegt auf einer Insel im East River. Er habe zu seiner eigenen Sicherheit eine Einzelzelle, teilte die New Yorker Justizvollzugsbehörde mit.

Die Zelle ist 3,5 Meter mal 4,0 Meter groß und verfügt über eine Basis-Ausstattung. Dazu gehören ein Bett, eine Trinktasse, Seife, Shampoo sowie Zahnpasta. Vor der Verlegung hatte das zuständige New Yorker Gericht einen Antrag Strauss-Kahns auf Freilassung gegen eine Kaution von einer Million Dollar wegen Fluchtgefahr abgelehnt.

Der Chef des Internationalen Währungsfonds war am Samstag in New York festgenommen worden, weil er versucht haben soll, in einem Luxushotel ein Zimmermädchen zu vergewaltigen. Laut dem Gericht haben erste medizinische Ergebnisse die Darstellung des Zimmermädchens bestätigt. Die Anklagevertreter verwiesen bei der Anhörung am Montag auf Berichte, wonach der IWF-Chef in der Vergangenheit "mindestens einmal" in einen ähnlichen Fall verwickelt gewesen sein soll. Damit muss der Franzose mindestens bis zur nächsten Anhörung am Freitag hinter Gittern bleiben.

Strauss-Kahns Anwälte plädierten für ihren Mandanten auf nicht schuldig und wiesen die Vorwürfe erneut zurück. Sie erklärten, dass der IWF-Chef das Hotel in Eile verlassen habe, weil er für ein Mittagessen verabredet gewesen sei. Dafür gebe es einen Zeugen. Nach unbestätigten Angaben war die Frau des Franzosen zur selben Zeit auf dem Weg nach New York mit über einer Million Dollar als Kaution im Gepäck.

Bei der ersten Anhörung vor einem Richter hat die New Yorker Staatsanwaltschaft Strauss-Kahn sechs Punkte zur Last gelegt. Der schwerwiegendste ist "sexuelle Belästigung ersten Grades". Dafür drohen dem Franzosen laut Anklage 25 Jahre Haft. Auch für alle anderen Punkte sind Haftstrafen möglich, von drei Monaten bis zu 15 Jahren.

- APA

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