Staatseingriffe und Wartungsarbeiten kosten EDF weitere Milliarden

Staatlichen Eingriffe werden das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) voraussichtlich in Höhe von 10,2 Mrd. Euro eintrüben

Staatseingriffe und Wartungsarbeiten kosten EDF weitere Milliarden

Staatseingriffe und Wartungsarbeiten kosten EDF weitere Milliarden

Technische Probleme und ein staatlicher Preisdeckel belasten den französischen Energiekonzern EDF 2022 deutlich stärker als erwartet. Die staatlichen Eingriffe werden das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) voraussichtlich in Höhe von 10,2 Mrd. Euro eintrüben. Bisher war der Konzern von 8,4 Mrd. Euro ausgegangen.

Am Freitag hatte die französische Regierung einen Preismechanismus erlassen, der andere Versorger zusätzlich mit günstigem Strom von EDF versorgen soll. So soll der Strompreis für Verbraucher und Unternehmen gedrückt werden. EDF befindet sich mehrheitlich in Staatshand.

Zusätzlich zu den Preisen plagen den Energiekonzern derzeit auch Sorgen in der Produktion. In mehreren Kernkraftwerken seien Wartungsarbeiten notwendig, die das operative Ergebnis unter anderem wegen einer geringeren Produktion voraussichtlich um 16 Milliarden Euro belasten werden. Zuvor war der Konzern von einer Belastung in Höhe von 11 Mrd. Euro ausgegangen. Die Wartungsarbeiten drücken die Stromproduktion voraussichtlich auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahrzehnten.

Zwar halte der Konzern an seiner Prognose fest, dass die Schulden im kommenden Jahr bei maximal circa dem Dreifachen des operativen Ergebnisses liegen sollen. Allerdings werde das Ausmaß und die Vielzahl der derzeitigen Risiken "die Fähigkeit der Gruppe, diese Ziele zu erreichen, vermutlich beeinflussen", hieß es in der Mitteilung.

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