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Shell schraubt für mehr Gewinn CO2-Ziele zurück

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Shell-Tankstelle in den USA
©APA/APA/AFP/FREDERIC J. BROWN
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Der Energiekonzern Shell stutzt seine Emissionsziele für die kommenden Jahre und setzt verstärkt auf Profitsteigerung. Bis 2030 peile das Unternehmen für seine Energieprodukte eine reduzierte Kohlenstoff-Intensität um 15 bis 20 Prozent im Vergleich zu 2016 an, teilte Shell am Donnerstag mit. Ursprünglich sollten 20 Prozent eingespart werden. Das Unternehmen erwarte geringere Stromverkäufe und eine starke Nachfrage nach Gas im Zuge der Energiewende, hieß es zur Begründung.

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Der Energiekonzern Shell stutzt seine Emissionsziele für die kommenden Jahre und setzt verstärkt auf Profitsteigerung. Bis 2030 peile das Unternehmen für seine Energieprodukte eine reduzierte Kohlenstoff-Intensität um 15 bis 20 Prozent im Vergleich zu 2016 an, teilte Shell am Donnerstag mit. Ursprünglich sollten 20 Prozent eingespart werden. Das Unternehmen erwarte geringere Stromverkäufe und eine starke Nachfrage nach Gas im Zuge der Energiewende, hieß es zur Begründung.

Aus diesem Grund werde auch das Ziel aufgegeben, die Kohlenstoffbelastung bis 2035 um 45 Prozent zu reduzieren. Die Messung von Emissionen nach Intensität bedeute, dass ein Unternehmen technisch gesehen seine fossile Brennstoffproduktion und die Gesamtemissionen erhöhen könne, erklärte Shell. Dies ginge mit Ausgleichsmaßnahmen oder indem ein Konzern erneuerbare Energien oder Biokraftstoffe zu seinem Produktmix hinzufüge.

Die Änderungen sind auch Teil einer Strategieanpassung von Konzernchef Wael Sawan. Darin legt er den Fokus auf Projekte mit höheren Margen, eine stabile Ölproduktion und eine wachsende Erdgasförderung, um die Rendite anzukurbeln. An seinen langfristigen Netto-Null-Ambitionen halte Shell aber weiter fest: Bis 2050 will der Energieriese netto keine Kohlenstoffemissionen mehr verursachen. Zugleich führte er eine neue Zielmarke ein, wonach die Gesamtemissionen von Ölprodukten wie Benzin und Flugkraftstoff bis 2030 im Vergleich zu 2021 um 15 bis 20 Prozent sinken sollen.

Nach einer Serie von Rekordgewinnen schlugen Energiemultis wie Shell, BP, TotalEnergies und Exxon mit gut gefüllten Kassen einen kostspieligen Öko-Kurs ein. Auf Druck von Investorenseite ruderte BP im vergangenen Jahr wie nun auch Shell zurück. Anleger kritisierten, dass im bisherigen Hauptgeschäft weiter Milliardengewinne zu erzielen seien. Hinzu kommen Probleme in der Windenergie durch lange Genehmigungsverfahren, Lieferketten, steigende Rohstoffkosten und Zinsen.

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