Schwere Verluste für Wienerberger

Der Baustoffkonzern Wienerberger ist mit einem deutlichen Verlust in das Geschäftsjahr 2012 gestartet.

Im ersten Quartal wurde hauptsächlich wegen Mengenrückgängen ein um drei Prozent geringerer Konzernumsatz von 382,4 (Vorjahresquartal: 395,1) Mio. Euro erzeilt, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) kam bei minus 47,8 (minus 36,6) Millionen Euro zu liegen. Unterm Strich musste Wienerberger einen Nettoverlust von 50,1 Millionen Euro ausweisen.

Das um einmalige Aufwendungen und Erträge bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich auf 2,1 (11,8) Millionen Euro. Dies sei auf längere Werksstillstände und höhere Energiekosten aufgrund des außergewöhnlichen Frosts zurückzuführen. Das erste Quartal habe in seinem Geschäft schon immer einen "sehr limitierten Einfluss auf das Gesamtjahr" gehabt, erklärte Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch.

Preiserhöhungen konnten durchgesetzt werden

"Erfreulich für mich ist (aber), dass wir den positiven Preistrend des letzten Jahrs fortsetzen konnten." Während sich der Mengenabsatz zum Jahresstart um 8 Prozent verringerte, hat Wienerberger die Durchschnittspreise aber um 5 Prozent über die Vergleichsperiode des Vorjahrs steigern können. Auf das Jahr hochgerechnet rechnet man mit Erhöhungen von zwei bis drei Prozent.

"Aus heutiger Sicht gehe ich davon aus, dass wir weiterhin mit einem schwierigen Marktumfeld in Osteuropa rechnen müssen", erklärte Scheuch. Im laufenden Jahr werde für den Konzern ein wesentlicher Ergebnisbeitrag aus der Erstkonsolidierung von Pipelife kommen, von der Wienerberger die restlichen 50 Prozent im Februar übernommen hatte. Der Anteilskauf soll den Umsatz der Gruppe jährlich um rund 800 Mio. Euro und das Ebitda um rund 70 Mio. Euro erhöhen.

APA/hahn

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