Schweizer Sika schluckt früheres BASF-Bauchemiegeschäft

Kaufpreis für MBCC Group beträgt 5,5 Milliarden Franken

Schweizer Sika schluckt früheres BASF-Bauchemiegeschäft

Schweizer Sika schluckt früheres BASF-Bauchemiegeschäft

Der Schweizer Bauchemiekonzern Sika verstärkt sich mit einem milliardenschweren Zukauf. Das Unternehmen übernimmt für 5,5 Mrd. Franken (5,2 Mrd. Euro) die deutsche MBCC Group vom Finanzinvestor Lone Star. Mit dem früheren Bauchemiegeschäft des BASF-Konzerns steigt Sika zum unangefochtenen Weltmarktführer auf. "Gemeinsam werden wir unser komplementäres Angebot an Produkten und Dienstleistungen über den gesamten Baulebenszyklus hinweg stärken", sagte Sika-Chef Thomas Hasler.

Die in Mannheim ansässige MBCC soll im laufenden Jahr mit rund 7.500 Beschäftigten an mehr als 130 Standorten einen Umsatz von umgerechnet 2,9 Milliarden Franken erzielen. Sika stellte für das neu formierte Unternehmen 2023 Verkaufserlöse von mehr als 13 Milliarden Franken in Aussicht.

Damit kommt das Unternehmen aus Baar im Kanton Zug auf einen Gesamtwert von rund 50 Milliarden Franken. Erst vor zwei Jahren hatte Sika in einer anderen Milliarden-Transaktion die französische Parex geschluckt. "Basierend auf Sikas Erfolgsbilanz bei der Integration von akquirierten Unternehmen sind wir überzeugt, dass auch diese Transaktion erheblichen Wert für die Aktionäre schaffen wird", erklärte Vontobel-Analyst Bernd Pomrehn.

Etwas verhaltener äußerte sich sein Kollege Markus Mayer von Baader. Sika habe im Verkaufsprozess für das BASF-Geschäft vor gut zwei Jahren unter anderem mit der Begründung abgewinkt, dass eine Übernahme zu kulturellen Problemen führen könnte und die Preisgestaltung und Innovationskraft des Unternehmens zu wünschen übriggelassen hätten. "Daher sind wir überrascht, dass Sika das Geschäft nun für einen 64 Prozent höheren Preis erwirbt als Lone Star zwei Jahre zuvor gezahlt hat."

Sika-Chef Hasler erklärte, Lone Star habe bei der Herauslösung des Geschäft aus dem Mutterkonzern viel Arbeit verrichtet. Zudem habe sich die Rentabilität deutlich verbessert. Der Deal komme heute genau zum richtigen Zeitpunkt für Sika.

Den Abschluss der Transaktion erwartet das Unternehmen vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen in der zweiten Jahreshälfte 2022. Der Zukauf werde sich ab dem ersten vollen Jahr nach dem Abschluss positiv auf den Gewinn pro Aktie auswirken. Die Finanzierung sei durch einen Überbrückungskredit sichergestellt. Langfristig will Sika den Deal mit Barmitteln, Bankkrediten und Kapitalmarkt-Instrumenten stemmen.

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