Schweizer Sichtguthaben sinken um rekordhohe 77,5 Mrd. Franken

Schweizer Sichtguthaben sinken um rekordhohe 77,5 Mrd. Franken

Schweizer Sichtguthaben sinken um rekordhohe 77,5 Mrd. Franken

Das von Banken in der Schweiz bei der Notenbank geparkte Geld ist in der letzten Woche so stark gesunken wie nie zuvor. Die Sichtguthaben von Banken und Bund bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) fielen in der Woche zum 30. September auf 669,6 Mrd. Franken (700,35 Mrd. Euro), wie die SNB mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um 77,5 Milliarden Franken im Vergleich zur Woche davor. Bei der SNB lehnte man es ab, sich zu den Gründen dafür zu äußern.

Ökonomen führen den starken Rückgang der Sichteinlagen auf Repogeschäfte und Anleiheverkäufe - sogenannten SNB Bills - der Notenbank zurück, mit denen diese im Zuge ihres Wechsels hin zu einer strafferen Geldpolitik überschüssige Liquidität aus dem Geldmarkt abschöpfen will. "Der größte Teil des Rückgangs der Sichteinlagen dürfte auf liquiditätsabsorbierende Operationen, Repogeschäfte und SNB Bills zurückzuführen sein", sagte Maxime Botteron, Volkswirt bei der Credit Suisse.

Die SNB hatte sich jüngst als eine der letzten Zentralbanken nach mehr als sieben Jahren von den Negativzinsen verabschiedet und den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent angehoben. Bei liquiditätsabschöpfenden Repogeschäften - sogenannten Reverse Repos - verkauft die Notenbank den Geschäftsbanken Wertpapiere und belastet den entsprechenden Franken-Betrag deren SNB-Konten. Repogeschäfte haben in der Regel eine Laufzeit zwischen einem Tag und höchstens einem Jahr, dann werden sie rückabgewickelt. SNB Bills sind Schuldverschreibungen der Notenbank mit höchstens einem Jahr Laufzeit.

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