Sberbank kauft VBI für 585 bis 645 Mio. Euro

Die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) hat am Donnerstag den Verkauf ihrer Ostbankentochter VBI (Volksbank International) an die staatliche russische Sberbank perfekt gemacht. Der Kaufvertrag wurde am Vormittag in Wien unterschrieben. Die Russen zahlen für die VBI - ohne das Rumänien-Geschäft - einen Preis in der Spanne zwischen 585 Mio. und 645 Mio. Euro.

Der finale Preis ist abhängig von der Geschäftsentwicklung der VBI Gruppe im laufenden Jahr 2011. Das Closing für die VBI-Übernahme wird laut Sberbank-Chef German Gref bis längstens 15. Februar 2012 erfolgen. Bisher besaß die ÖVAG 51 Prozent an der VBI, mit je 24,5 Prozent waren die deutschen Genossenschaftsbankengruppen DZ Bank und WGZ Bank sowie die französische Volksbankengruppe BPCE beteiligt.

Mit dem Verkauf ihrer Ostbankensparte hat die ÖVAG vor allem Risiken reduziert und Eigenkapital freigeschaufelt. Die ÖVAG war ja beim großen europäischen Bankenstresstest durchgefallen. Mit dem jetzigen Ostsparten-Verkauf wäre sie über die kritische Kapitalschwelle gekommen und hätte den Stresstest bestanden. Die ÖVAG durchläuft einen Sanierungsprozess und muss sich dabei von Beteiligungen trennen.

ÖVAG-Chef Gerald Wenzel sprach bei der Vertragsunterzeichnung mit den Russen von einem Meilenstein in der Reformstrategie. Die Kernkapitalquote verbessere sich mit dem Deal um rund 2 Prozentpunkte. "Das stärkt die Eigenmittelposition um knapp 300 Mio. Euro."

Die Tochter in Rumänien wird erst saniert und in zwei bis drei Jahren verkauft. Zusätzlich zum Kaufpreis wird die Sberbank die bisher bestehende Gesellschafter-Finanzierung von knapp 2,5 Mrd. übernehmen, hieß es heute. Darüber hinaus werde die ÖVAG oder eine von der ÖVAG geführte Banken-Gruppe beim Closing der Transaktion der Sberbank über 5 Jahre ein "Funding "von 500 Mio. Euro zur Verfügung stellen.

- APA

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