RHI konnte 2010 Gewinn fast verfünffachen

Der börsenotierte Feuerfestkonzern RHI konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen Daten seinen Jahresgewinn von 21,4 auf 105,7 Millionen Euro fast verfünffachen. Die Gesellschaft will daher erstmals seit vielen Jahren wieder eine Dividende ausschütten, vorgeschlagen werden 0,50 Euro je Aktie. Der Umsatz konnte um 23 Prozent auf 1,52 (1,24) Mrd. Euro gesteigert werden.

Das operative Ergebnis EBIT stieg um 76 Prozent auf 138,8 (79,0) Mio. Euro, teilte RHI am Dienstagfrüh mit. Von der APA befragte Analysten hatten im Vorfeld mit einem noch höheren Jahresgewinn von 113,9 Mio. Euro und einem EBIT von 134,5 Mio. Euro gerechnet, dafür aber mit etwas weniger Umsatz von 1,51 Mrd. Euro.

Im Betriebsergebnis berücksichtigt sind Restrukturierungsmaßnahmen und Wertminderungsaufwendungen für die Schließung der Werke in Chile und Kanada sowie eines Rohstoffwerkes in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika).

Die operative Ergebnis-Marge lag im Jahr 2010 mit 9,1 Prozent aufgrund der stark gestiegenen Rohstoffkosten über der des Vorjahres von 6,4 Prozent, aber unter dem Vorkrisenniveau von 10,4 Prozent, heißt es weiter. Das Marktumfeld sei 2010 von einer weltweiten Erholung gekennzeichnet gewesen.

Für 2011 rechnet das Unternehmen aufgrund der durchwegs positiven Wirtschaftsprognosen mit einem Umsatzwachstum von rund 5 Prozent. Treiber sollte mengenmäßig vor allem die Division Industrial sein, welche im vierten Quartal 2010 positive Signale aus allen Kundenindustrien bekommen habe, so RHI.

Im stark kompetitiven Stahlbereich stehe aufgrund der notwendigen Preiserhöhungen in den entwickelten Märkten die Verteidigung der bestehenden Marktanteile im Mittelpunkt. Deshalb werde der Beitrag der Division Stahl zum Umsatzwachstum zum größten Teil aus den geplanten Preiserhöhungen erwartet.

- APA

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