Requiem für Kaisersohn Otto im Stephansdom

Unter Teilnahme hochrangiger aus- und inländischer Trauergäste hat am Samstagnachmittag um 15:00 Uhr im Wiener Stephansdom das Requiem für Otto Habsburg-Lothringen (Otto von Habsburg), Sohn des letzten österreichischen Kaisers und ungarischen Königs, begonnen. Den Trauergottesdienst zelebriert der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn als Vertreter von Papst Benedikt XVI., unter den Konzelebranten sind Bischöfe aus einstigen Kronländern der Monarchie.

Zu Beginn des Trauergottesdienstes verliest der Apostolische Nuntius Peter Stephan Zurbriggen ein bereits veröffentlichtes Beileidsschreiben, das der Pontifex anlässlich des Ablebens von Otto Habsburg am 4. Juli an dessen Familie richtete. Darin würdigt Papst Benedikt den Verstorbenen als "großen Europäer", der sich unermüdlich "für den Frieden, das Miteinander der Völker und eine gerechte Ordnung auf dem Kontinent eingesetzt" habe.

Die Erste Lesung in der Trauermesse wird vom ältesten Sohn Otto Habsburgs, Karl Habsburg, verlesen, die Zweite Lesung von dessen ältestem Sohn Ferdinand Zwonimir. Die Fürbitten werden von den sieben Kindern des Verstorbenen gelesen, den Söhnen Karl und Georg sowie den Töchtern Andrea, Monika, Michaela, Gabriela und Walburga. Die Predigt hält Kardinal Schönborn.

Konzelebranten Schönborns sind die Erzbischöfe von Prag, Dominik Duka, und Türnau/Trnava (Slowakei), Robert Bezák, sowie die Bischöfe von Brünn, Vojtech Cikrle, und Banja Luka, Franjo Komarica, und Weihbischof Anton Jamnik von Ljubljana, ferner der Altabt von Heiligenkreuz, Gregor Henckel von Donnersmarck, der Hochmeister des Deutschen Ordens, Abt Bruno Platter, der Superior von Mariazell, Karl Schauer, Kapuziner-Provinzial Lech Siebert, Pater Paolo Habsburg sowie der Familie nahe stehende Geistliche. 100 weitere Priester sind zugegen, auch der griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos.

Das Requiem von Michael Haydn wird von Domchor und Domorchester St. Stephan musikalisch gestaltet, mit Hans Haselböck an der Orgel und unter Leitung von Domkapellmeister Markus Landerer.

Den Sarg Otto Habsburgs im Stephansdom schmücken zwei Kränze aus Rosen. Einer steht symbolisch für die sieben Kinder des Verstorbenen, der andere für Enkel und Urenkel. Die Blumengebinde wurden aus jeweils 500 weißen Rosen und 200 roten Nelken zusammengefügt. Auch eine Reliquie von Ottos selig gesprochenem Vater, Kaiser Karl, wurde aufgestellt.

Nach dem zweistündigen Requiem wird sich auf dem Stephansplatz der Trauerkondukt formieren. Hunderte Mitglieder von Traditionsverbänden in historischen Uniformen werden den Sarg in einem zweistündigen Zug zur Kaisergruft in der Kapuzinerkirche begleiten. Zahlreiche Staatsgäste, unter ihnen die Monarchen von Schweden, Luxemburg und Liechtenstein und Prinz Hassan von Jordanien, sowie Spitzenpolitiker aus Georgien, Kroatien, Mazedonien und Tschechien, ferner Vertreter der Republik mit Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann (S) oder Außenminister Michael Spindelegger (V), geben dem Europa-Politiker Habsburg das letzte Geleit. Gemeinsam mit seiner im Vorjahr verstorbenen Frau Regina, geborene Sachsen-Meiningen, wird Otto Habsburg am Abend in der Kaisergruft der Kapuzinerkirche beigesetzt.

- APA

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