Regierungsgebäude in Tripolis steht in Flammen

Die Unruhen in Libyen weiten sich aus. In der Hauptstadt Tripolis stand ein zentrales Regierungsgebäude in Flammen. Das Gebäude wird vom Parlament für seine Sitzungen genutzt. In der Nacht war das Gebäude des Volkskongresses von Aufständischen niedergebrannt worden. Nach den Worten von Seif al-Islam Gaddafi, dem Sohn des Revolutionsführers, steht Libyen am Rande eines Bürgerkriegs.

In einer Fernsehansprache räumte Gaddafis Sohn ein, dass es in mehreren Städten des Landes Kämpfe gebe, darunter vor allem in der zweitgrößten Stadt Bengasi sowie in Al Baida im Osten des Landes. Er warf libyschen und ausländischen Kräften vor, die Unruhen zu schüren. Die Proteste will Gaddafi aber entschlossen bekämpfen. Gleichzeitig sicherte er Reformen, eine neue Verfassung sowie neue liberale Gesetze und höhere Löhne zu.

Nach Angaben von Einwohnern der Stadt waren bis etwa 4.00 Uhr Schüsse zu hören gewesen. Noch in der Früh hingen Tränengasschwaden in der Luft. Der Flughafen Tripolis war am Montag noch geöffnet. Dem Vernehmen nach bereiteten sich zahlreiche Ausländer auf die Ausreise vor. Westliche Firmen sind vor allem im libyschen Energiesektor sowie im Baugeschäft tätig. Rund 80 Österreicher befinden sich laut Außenministerium in Libyen. Bei ihnen handelt es sich vorwiegend um Personen, die vorübergehend in dem Land leben ("Expats").

Beim gewaltsamen Vorgehen der Führung gegen Anti-Regierungsproteste sind nach Angaben von Human Rights Watch in den vergangenen Tagen mehr als 200 Menschen in dem Land getötet worden. Die Führung des nordafrikanischen Landes kündigte an, die Revolte entschlossen zu bekämpfen.

- APA

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