Rebellen weichen vor Gaddafi-Truppen zurück

Bei den Kämpfen rund um die libysche Ölstadt Ras Lanuf gewinnen die Truppen von Machthaber Gaddafi nach Angaben der Rebellen zunehmend die Oberhand. Die Aufständischen hätten sich nach Bombardierungen über Nacht 20 Kilometer vom Stadtrand zurückgezogen, sagte ein Rebellen-Offizier am Samstag.

Auch in anderen Städten stellten sich die Rebellen auf neue Vorstöße der Gaddafi-Truppen ein, etwa in der 300.000 Einwohner zählenden Stadt Misrata gut 200 Kilometer östlich von Tripolis. Gegen die 100 Kilometer östlich gelegene Stadt Brega gingen die Regimetruppen mit schwerer Artillerie und Luftangriffen vor. Die dort stationierten Rebellen begannen sich aus der Stadt zurückzuziehen, hieß es bei Al-Jazeera.

Ein Sprecher der Rebellen sagte, die Kampfmoral der Aufständischen sei trotz der Rückeroberung Sawijas westlich von Tripolis durch Gaddafi-Truppen hoch. "Das, was in Sawija passiert ist, betrachten wir nicht als Niederlage. Das sind neue Verbrechen gegen die Menschlichkeit, verübt von Gaddafis Truppen, die alle ihnen zur Verfügung stehenden Waffen nutzen."

Der Sohn Gaddafis, Saif al Islam, sieht die regierungstreuen Truppen des Landes kurz vor einem Sieg gegen die Aufständischen. "Jetzt sind wieder 90 Prozent des Landes unter unserer Kontrolle, bald ist alles zu Ende", sagte Saif den italienischen Zeitungen "Corriere della Sera" und "Repubblica" vom Samstag. Verhandlungen mit den Rebellen schloss er aus, der Krieg werde "bis zum Ende" geführt. Die Aufständischen bezeichnete der zweitälteste Sohn Gaddafis als Terroristen. Die Entscheidung des französischen Staatschefs Sarkozy, den oppositionellen libyschen Nationalrat als rechtmäßigen Vertreter Libyens anzuerkennen, bezeichnete Saif als "bizarr".

Die Arabische Liga sprach sich unterdessen bei ihrem Sondertreffen für eine Flugverbotszone über dem nordafrikanischen Land aus. Die Vertreter der bischen Staaten seien zudem dafür, Kontakte zur libyschen Opposition aufzunehmen, hieß es von Teilnehmern des Treffens in der ägyptischen Hauptstadt Kairo weiter.

- APA

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