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Post sieht Trend zu Gebraucht-Produkten und Billigware

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Post-Chef Georg Pölzl verabschiedet sich 2024 in den Ruhestand
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Die Österreichische Post bemerkt zwei neue Trends im Paketgeschäft: Die Kunden bestellen mehr gebrauchte bzw. wiederhergestellte Ware und Billigstprodukte von chinesischen Onlineanbietern. "Extrem preisaggressive Angebote werden von den Kunden stark nachgefragt", so Post-Generaldirektor Georg Pölzl. Überhaupt entwickle sich das Paketgeschäft, nach einem leichten Durchhänger 2022, hervorragend. Insbesondere die Paket-Töchter in Südosteuropa und der Türkei seien Freudenbringer.

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Die Österreichische Post bemerkt zwei neue Trends im Paketgeschäft: Die Kunden bestellen mehr gebrauchte bzw. wiederhergestellte Ware und Billigstprodukte von chinesischen Onlineanbietern. "Extrem preisaggressive Angebote werden von den Kunden stark nachgefragt", so Post-Generaldirektor Georg Pölzl. Überhaupt entwickle sich das Paketgeschäft, nach einem leichten Durchhänger 2022, hervorragend. Insbesondere die Paket-Töchter in Südosteuropa und der Türkei seien Freudenbringer.

Weiterhin rückläufig sei das Briefgeschäft, die negative Dynamik habe sich heuer verstärkt. Aber im nächsten Jahr stehen ja einige Wahlen an - allen voran die Nationalratswahl - und die würden das Briefgeschäft wieder beleben. Nicht erfreulich laufe das Geschäft mit der Werbepost mit einem Minus von rund zehn Prozent im ersten Halbjahr 2023, hier merke man die Zurückhaltung der werbenden Firmen und mit der Insolvenz von kikaLeiner sei auch ein Großkunde ausgefallen. Dafür wachse die Bank99 weiterhin wie gewünscht, man sei operativ Richtung Break Even unterwegs, die Bilanzsumme liege mittlerweile etwas über drei Milliarden Euro.

Für Österreich kündigte Pölzl heute im Klub der Wirtschaftspublizisten eine weitere Offensive bei den Selbstbedienungs-Stationen an. So habe sich die teilstaatliche Post von der ebenfalls teilstaatlichen Telekom Austria 1.000 Telefonzellen gesichert, diese sollen zu Paketstationen werden. Für den Testlauf wurde das niederösterreichische Guntramsdorf ausgewählt, als erste Stadt soll Linz die neuen Stationen bekommen. Offensiv vorangetrieben werde auch die Umstellung auf E-Autos, derzeit seien 4.000 der 10.000 Postautos Stromer.

Zu seiner eigenen Zukunft meinte der Langzeitchef der Post, dass er nächstes Jahr 67 Jahre alt werde und dann sei es an der Zeit, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern. Wer ihm nachfolgen solle wollte Pölzl nicht sagen, nur soviel: "Wir haben eine sehr gute Führungsmannschaft." Es dürfte jedenfalls ein Abschied mit guten Zahlen werden. Wie Pölzl heute zum Ausblick für heuer erklärte, rechnet er mit einem "ordentlichen Umsatzwachstum", getrieben durch das Paketgeschäft, vor allem in der Türkei. Wobei in der Bilanz immer der Wechselkurs der türkischen Lira erheblichen Einfluss habe.

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