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Österreicher schnallen Gürtel bei Weihnachtseinkäufen enger

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Mehr als ein Drittel plant geringere Ausgaben für Geschenke
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Die Österreicherinnen und Österreicher dürften heuer bei den Weihnachtseinkäufen und beim Weihnachtsurlaub auf Sparkurs sein. Gestiegene Preise und eine Veränderung der persönlichen finanziellen Situation sorgen laut einer Deloitte-Befragung bei über einem Drittel dafür, noch weniger Geld für Geschenke ausgeben zu wollen bzw. zu können als letztes Jahr. Fast die Hälfte von 500 Befragten plant, über Weihnachten zuhause zu bleiben und nicht zu verreisen.

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Die Österreicherinnen und Österreicher dürften heuer bei den Weihnachtseinkäufen und beim Weihnachtsurlaub auf Sparkurs sein. Gestiegene Preise und eine Veränderung der persönlichen finanziellen Situation sorgen laut einer Deloitte-Befragung bei über einem Drittel dafür, noch weniger Geld für Geschenke ausgeben zu wollen bzw. zu können als letztes Jahr. Fast die Hälfte von 500 Befragten plant, über Weihnachten zuhause zu bleiben und nicht zu verreisen.

Für den Handel seien das keine guten Vorzeichen, sagte Orsolya Hegedüs, Partnerin bei Deloitte Österreich. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen würden die Meisten aber nicht generell auf Geschenke verzichten wollen. Das insgesamt veranschlagte Weihnachtsgeschenkebudget bewege sich zwischen 100 und 349 Euro. 53 Prozent planen gleich viel wie letztes Jahr auszugeben. Am häufigsten legen die Österreicherinnen und Österreicher ihren Liebsten zu Weihnachten Geschenkgutscheine (32 Prozent) und gemeinsame Zeit unter den Baum (29 Prozent), gefolgt von Spielzeug (28 Prozent) und Bargeld (27 Prozent).

Zu diesem Ergebnis kam kürzlich auch eine Erhebung von RegioPlan, die von einem "regelrechten Boom" bei Gutscheinen sprach. 12 Prozent der Gesamtausgaben würden mittlerweile auf nicht handelsrelevante Gutscheine entfallen - etwa für einen Thermenaufenthalt, einen Besuch im Fitnesscenter oder für Tattoo- und Beautybehandlungen.

Da viele den Gürtel heuer enger schnallen müssen, sieht man bei Deloitte spezielle Aktionen wie die Black-Friday-Rabatte immer wichtiger werden, um Kunden anzuziehen. Untersuchungen von Konsumentenschützern zeigen oft, dass die Preisnachlässe nicht so hoch sind wie gedacht. Dem Handel fressen die Rabatte auch Erträge weg. Das Weihnachtsgeschäft hat sich dadurch auch nach vorne verlagert. In der Befragung gaben 34 Prozent an, ihre Weihnachtsgeschenke schon im November zu besorgen, 17 Prozent rund um den Black Friday, der in diesem Jahr am 24. November ist.

Insgesamt hat die Bedeutung von Weihnachten für den Handel im Laufe der Jahre abgenommen. Seien vor einem Jahrzehnt etwa 4 Prozent der gesamten jährlichen Konsumausgaben im Einzelhandel für Weihnachtsgeschenke aufgewendet worden, so liege dieser Anteil nun bei 2,8 Prozent, heißt es von RegioPlan. Für 2023 sieht der Standortberater den Weihnachtsumsatz bei 2 Mrd. Euro, wobei hier nicht nur Umsätze im stationären Handel und Onlinehandel gemeint sind, sondern auch solche, die an Weihnachtsmärkten oder in der Gastronomie zu dieser Zeit gemacht werden.

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