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OMV verliert Beteiligung an russischem Gasfeld

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Putin beschlagnahmt OMV-Beteiligung
©APA/APA/AFP/MIKHAIL KLIMENTYEV
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OMV-Chef Alfred Stern wäre nach dem russischen Angriff auf die Ukraine gerne aus der Beteiligung am russischen Gasfeld Juschno-Russkoje ausgestiegen, hatte aber weder einen Käufer noch die Genehmigung der russischen Behörden dafür. Nun dürfte sich das Problem von alleine erledigen: Laut einem Präsidialerlass sollen die Anteile der OMV und der deutschen Wintershall Dea an Gasförderprojekten in der russischen Arktis zwangsweise verkauft werden.

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Die österreichische OMV und die deutsche Wintershall Dea sollen laut einem Präsidialerlass formell ihre Anteile an Gasförderprojekten in der russischen Arktis verlieren. Alle Aktivitäten mit russischer Beteiligung, darunter die Beteiligung von Wintershall Dea an der Gaspipeline Nord Stream sowie die Gemeinschaftsunternehmen mit Gazprom, sollen bis Mitte 2024 rechtlich getrennt werden, wie aus einem von Kremlchef Wladimir Putin unterzeichneten Dekreten am Dienstag hervorgeht.

Demnach sollen die Beteiligungen von OMV und Wintershall Dea am Feld Juschno Russkoje und an den Achimov-Projekten, die beide in der Region Jamal-Nenets im hohen Norden Russlands liegen, auf neu gegründete russische Gesellschaften übertragen werden. Alle Anteile, die ausländische Unternehmen an Joint Ventures mit dem Gasriesen Gazprom halten, sollen auf die neuen russischen Gesellschaften übergehen. Der Erlös aus dem Verkauf der Anteile werde auf Sonderkonten der bisherigen ausländischen Eigentümer überwiesen, heißt es weiter. Alle bisher gültigen Unternehmensverträge verlieren mit der Unterzeichnung des Dekrets ihre Gültigkeit.

Die OMV hatte sich bereits im vergangenen Jahr nach dem Ausbruch des Ukraine-Konflikts aus Russland zurückgezogen. Wintershall Dea, ein Gemeinschaftsunternehmen von BASF und der Investmentgesellschaft LetterOne des russischen Milliardärs Michail Fridman, steht vor dem Rückzug aus Russland.

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