ÖVP sucht nach neuem Parteiobmann

Die ÖVP sucht nach dem Rücktritt ihres Parteiobmanns Josef Pröll nach einem Nachfolger. Der Parteivorstand tritt am Donnerstagvormittag zu einer Sitzung zusammen. Ob dabei schon eine Entscheidung fallen wird, ist aber nicht sicher. Als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge Prölls als Parteichef gilt Außenminister Spindelegger.

Wirtschaftsminister Mitterlehner dürfte der einzig relevante Rivale Spindeleggers sein. Nur Außenseiterchancen besitzt Innenministerin Fekter.

Zu klären ist auch die Nachfolge Prölls als Finanzminister und Vizekanzler, wobei letztere Funktion wohl mit dem Posten des Parteichefs in einer Hand bleiben dürfte. Im Vorfeld wird darüber spekuliert, dass Mitterlehner Finanzminister werden könnte, wenn Spindelegger den Parteiobmann macht. Die bevorstehenden Änderungen könnten zudem weiteren Rotationen nach sich ziehen. Es gibt u.a. Gerüchte, dass Karlheinz Kopf als Klubobmann abgelöst werden könnte.

Der 42-jährige Pröll hatte am Mittwoch als Folge eines beidseitigen Lungeninfarkts im März seinen Rücktritt von allen politischen Funktionen erklärt. "Ich habe mich nicht gegen die Politik, aber für meine Gesundheit und meine Familie entschieden", sagte Pröll. Der Lungeninfarkt sei ein deutlicher Warnschuss und eine Zäsur in seinem Leben gewesen.

Vor rund vier Wochen hatte Pröll im Rahmen eines Skitages in Tirol unter akuter Atemnot gelitten und war in die Innsbrucker Uni-Klinik eingeliefert worden, wo man einen doppelseitigen Lungeninfarkt diagnostizierte. In den letzten Wochen befand sich der ÖVP-Chef auf Rehabilitation, nach Ostern sollte er in die Politik zurückkehren.

- APA

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