Österreichs Wirtschaft stagniert im 2. Halbjahr

Österreichs Wirtschaft dürfte im zweiten Halbjahr stagnieren. Zu diesem Schluss kommt die Oesterreichische Nationalbank in einer am Mittwoch veröffentlichten Prognose. Demnach gibt es im dritten Quartal nur mehr ein Plus von 0,1 Prozent und im vierten Quartal überhaupt kein Wachstum mehr, jeweils gemessen im Vergleich zum Vorquartal.

Dank eines starken Wachstums in der ersten Jahreshälfte ergibt sich für das gesamte Jahr 2011 aber immer noch ein Zuwachs von 2,9 Prozent - um 0,3 Prozentpunkte weniger als in der Juni-Prognose der OeNB. Auch Wifo (2,9 Prozent) und IHS (3,0 Prozent) gingen in ihrer Herbstprognose von einem deutlichen Wachstum für das Gesamtjahr 2011 aus.

Für einen "möglichen Abschwung" ist Österreich laut Wirtschaftsminister Mitterlehner aber "gut gerüstet". Stabilisierend wirken die Exporte, wobei Mitterlehner für die kommenden zehn Jahren erwartet, dass der Anteil Europas an den Ausfuhren von 80 auf 70 Prozent zurückgehen wird.

Um im Inland gegen den Abschwung anzukämpfen, sei ein "Standort-Wettbewerbspaket" nötig, so Mitterlehner im "Neues Volksblatt". Es sollte eine Senkung der Steuern und Abgaben und ein höheres tatsächliches Pensionsantrittsalter umfassen. Außerdem gebe es "Potenziale" in der Verwaltung und der "Energie- und Netzwerkbereich" - etwa die Telekommunikation - müsse "optimiert" werden.

Falls es tatsächlich zu einer Rezession kommen sollte, "haben wir unser bewährtes Arsenal, unsere 'eiserne Waffenkammer' mit Kurzarbeit, Investitionsunterstützung durch das aws oder eine Inlandskampagne im Tourismus". Dank gut laufendem Inlandskonsum gehe es Österreich derzeit aber besser als in der Krise 2008. Im übrigen erinnert Mitterlehner: "Angekündigte Krisen finden in der Regel nicht statt".

- APA

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