Österreichs Handelsbilanzdefizit verdoppelte sich im ersten Quartal

Importe von Brennstoff und Energie im März besonders deutlich gestiegen

Österreichs Handelsbilanzdefizit verdoppelte sich im ersten Quartal

Österreichs Handelsbilanzdefizit verdoppelte sich im ersten Quartal

Das Defizit im Außenhandel hat sich im ersten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Von Jänner bis März lag der Gesamtwert der von Österreich importierten Waren bei 51,0 Mrd. Euro. Die Exporte beliefen sich auf 46,69 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich ein Defizit von 4,31 Mrd. Euro, im Vorjahr betrug das Minus noch 1,71 Mrd. Euro. Das geht aus vorläufigen Daten der Statistik Austria hervor.

Damit erhöhten sich die Importe im ersten Quartal um 24,6 Prozent, die Exporte legten um 19,0 Prozent zu. Die Importe von Brennstoffen und Energie nahmen im März mit plus 173,6 Prozent bzw. plus 1,5 Mrd. Euro am deutlichsten zu. Zurückzuführen sei das vor allem auf die hohen Preise auf den Weltmärkten, hieß es in der Aussendung.

Die wichtigsten Importländer für Österreich sind weiterhin Deutschland, Russland, China, Italien und Tschechien. Die größten Exportpartner sind Deutschland, Italien, Ungarn, die Schweiz und Tschechien. Sowohl import- als auch exportseitig nahm der Handel im ersten Quartal mit allen Partnern zu.

Im ersten Quartal importierte Österreich aus den EU-Mitgliedsstaaten Waren im Wert von 32,86 Mrd. Euro (plus 18,5 Prozent). Die Ausfuhren beliefen sich auf 32,44 Mrd. Euro (plus 21,0 Prozent). Damit ergab sich mit der EU ein Handelsbilanzdefizit von 0,42 Mrd. Euro, nach 0,93 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Handel mit Drittstaaten ergab sich ein Defizit um 3,88 Mrd. Euro.

Die Einfuhren aus der Ukraine nahmen heuer von Jänner bis März um 9,6 Prozent ab und beliefen sich damit auf 0,27 Mrd. Euro, wobei vor allem Erze und Metallabfall importiert werden. Exportiert werden in die Ukraine vor allem medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse, die Ausfuhren gingen um 19,5 Prozent auf 0,13 Mrd. Euro zurück.

Im Handel mit Russland ergab sich importseitig ein markantes Plus von 211,0 Prozent auf 2,23 Mrd. Euro. Österreich kauft vor allem Gas aus Russland. Auch die Ausfuhren nach Russland legten zu, hier verzeichnete die Statistik Austria ein Plus von 11,5 Prozent auf 0,55 Mrd. Euro. Wichtigste Produktgruppe sind auch hier medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse.

Die wichtigsten Produktgruppen im österreichischen Außenhandel, sowohl import- aus auch exportseitig, sind Maschinen und Fahrzeuge, bearbeitete Waren, chemische Erzeugnisse sowie sonstige Fertigwaren. Die Ausfuhren dieser Waren nahmen im März um 9,8 Prozent auf 14,32 Mrd. Euro zu. Die Einfuhren legten um 4,7 Prozent auf 13,76 Mrd. Euro zu.

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