"Wir geben nicht auf": Lugner kämpft weiter für Sonntagsöffnung

"Wir geben nicht auf": Lugner kämpft weiter für Sonntagsöffnung

81 Jahre und kein bisschen leise: Richard Lugner zeigt sich weiterhin kämpferisch und will weiterhin die Sonntagsöffnung durchsetzen. Lugner habe mit zehn Händlern der Lugner City neuerlich eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) eingebracht.

Bereits im Jahr 2012 blitze "Mörtel" Lugner mit einer Klage ab. Diesmal habe er andere Punkte vorgebracht. Während sich die alte Beschwerde nur gegen den Eingriff in die Erwerbsfreiheit richtete, wurden nun zahlreiche Punkte eingebracht. Dazu zählen das Recht auf unternehmerische Freiheit, der Gleichheitsgrundsatz sowie das Eigentumsrecht. Lugners Anwalt Adrian Hollaender sieht das Eigentum "unsachlich beschränkt, wenn einige sonntags offen halten dürfen und andere nicht".

Unter den zehn Antragsstellern befinden sich keine namhaften Händler. Große Geschäfte "wollen in Frieden leben", so Lugner. Dabei sind nur kleine Unternehmen, wie La Rossi Gold, Miss Moda oder refill express.

Gewerkschaft zeigt sich gelassen
"Wir wollen das gar nicht kommentieren", meint Martin Panholzer, Pressesprecher der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp). Es bestehe kein Anlass, Lugners Vorstoß groß zu würdigen. An der Haltung der Gewerkschaft habe sich nichts geändert. Die GPA-djp war auch schon im Jahr 2012 Lugners großer Gegner in der Öffnungszeitenfrage.

Panholzer weißt außerdem daraufhin, dass über 90 Prozent der Beschäftigten gegen eine Sonntagsöffnung sind. Er beruft sich auf eine Umfrage aus dem Jahr 2012. Dort seien alle im Handel Beschäftigten der Lugner-City befragt worden.

Konkurrenz durch Internet und Tankstellen
2013 erlitt das Einkaufszentrum im 15. Wiener Bezirk Umsatzeinbußen in Höhe von 3,5 Prozent. Laut Lugner liegt das vor allem am Onlingeschäft. Lugner wäre aber nicht Lugner, hätte er nicht schon einen Plan, dem Internet den Kampf anzusagen: "Wir überlegen, ob wir am Sonntag ausliefern. Da gibt es aber noch einiges zu klären."

Ein Dorm im Auge sind Lugner aber auch Tankstellenshops und Supermärkte an Bahnhöfen, Flughäfen oder bei Krankenhäusern. Diese dürfen am Sonntag aufsperren. Lugners Plan zur ersten Verfassungsklage im Jahr 2012 war es, seine Geschäfte an fünf bis sechs Sonntagen im Jahr zu öffnen.

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Wirtschaft

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Politik

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Slideshow
Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich

Wirtschaft

Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich