Wifo/IHS: Eurozone verharrt in hartnäckiger Rezession

Wifo/IHS: Eurozone verharrt in hartnäckiger Rezession

Der Euroraum verharrt in einer hartnäckigen Rezession, und die Weltwirtschaft expandiert weiterhin nur sehr verhalten, erklärte das Institut für Höhere Studien (IHS) bei der Vorlage der neuen Konjunkturprognosen.

Das schwache internationale Umfeld bremse die heimische Entwicklung, und im Euroraum bilde sich die Vertrauenskrise nur sehr langsam zurück und die strukturellen Anpassungen dort würden länger dauern.

Gedämpft wird in Österreich das Investitionsklima durch die schwache internationale Konjunktur, die Unsicherheiten über die Absatzentwicklung sowie die geringe Kapazitätsauslastung, so das IHS. Allerdings wird bei den Bauinvestitionen eine Belebung registriert, während die Ausrüstungsinvestitionen zurückgehen, heuer und nächstes Jahr. Erst 2014 werde sich die Investitionstätigkeit durch die internationale Verbesserung wieder beleben, glaubt das IHS.

Ähnlich wie Deutschland gehöre auch Österreich zu jenen Euro-Ländern, die heuer nicht von einer Rezession erfasst wurden, erinnert das Wifo. Die heimische Wirtschaft habe sich in den letzten Monaten trotz der weltweiten Wachstumsschwäche weiter stabil entwickelt.

Den Tiefpunkt bei den heimischen Exporten erwartet das Wifo bereits für das jetzige 4. Quartal 2012. Ab Anfang 2013 sollte dank der Belebung der Exportmärkte eine geringfügige, aber stetige Beschleunigung der Exportdynamik möglich sein. Entscheidend für die erwartete Verstärkung der heimischen Wirtschaftsaktivität sei die Steigerung der Nachfrage aus Drittländern nach heimischen Waren und Dienstleistungen. Erst mittelfristig dürften auch aus dem Euro-Raum Nachfrageimpulse hinzukommen, so das Wifo. Da die Exporte stärker steigen würden als die Importe, sollte sich die Handelsbilanz im Prognosezeitraum leicht verbessern.

Die Lage der öffentlichen Haushalte ist, wie das IHS anmerkt, durch die schwache Konjunktur und das Konsolidierungspaket der Bundesregierung bestimmt. Das IHS erwartet für heuer eine Defizitquote (laut Maastricht) von 3,1 Prozent des BIP, für 2013 dann 2,6 Prozent und für 2014 schließlich 1,5 Prozent. Das Wifo rechnet für heuer auch mit einem negativen Finanzierungssaldo des Gesamtstaates von 3,1 Prozent, ebenfalls schlechter als noch im September angenommen; für 2013 werden 2,6 und für 2014 dann 2,0 Prozent des BIP als Maastricht-Defizit angenommen.

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Wirtschaft

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Politik

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Slideshow
Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich

Wirtschaft

Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich