Wiener Öffi-Tickets werden ab Juli teurer

Wiener Öffi-Tickets werden ab Juli teurer

Betroffen sind Einzelfahrscheine sowie Wochen- und Monatskarten. Die im Mai 2012 eingeführte Jahreskarte um 365 Euro – ein Prestigeprojekt der rot-grünen Stadtregierung – bleibt aber unangetastet.

Die Verkehrsbetriebe argumentieren mit steigenden Kosten und rechnen vor, dass mehr als 60 Prozent der Fahrgäste von den Anpassungen nicht betroffen seien.

Die Änderungen im Detail: Ein Einzelfahrschein kostet künftig 2,10 Euro statt derzeit zwei Euro. Die Wochenkarte kommt auf 15,80 statt 15 Euro, die Monatskarte schlägt mit 47 statt 45 Euro zu Buche. Für die Acht-Tage-Klimakarte muss man ab Juli 35,80 statt 33,80 Euro berappen.

Während die Gelegenheits- bzw. Kurzzeitkarten teurer werden, sollen Stammkunden weitgehend verschont bleiben. So bleibt die 365-Euro-Jahreskarte unverändert. Diese sei äußerst beliebt, ihren Preis zu halten sei ihr ein wesentliches Anliegen gewesen, hieß es von Finanzstadträtin Renate Brauner. In eine ähnliche Kerbe schlugen die Grünen - wobei Verkehrssprecher Rüdiger Maresch versicherte, dass nun garantiert sei, dass an den 365 Euro in dieser Legislaturperiode (bis 2015, Anm.) nicht mehr gerüttelt werde.

Studenten und Senioren müssen blechen

Neben der Jahreskarte werden auch das Studententicket (75 bzw. 150 Euro für Nicht-Wiener), die Jahreskarte für Senioren (224 Euro) sowie das "Top-Jugendticket" (60 Euro) preislich nicht erhöht. "Mehr als 60 Prozent unserer Kunden sind von den Anpassungen nicht betroffen", rechnete ein Sprecher der Wiener Linien vor.

Das Unternehmen begründete die angekündigten Preiserhöhungen mit betriebswirtschaftlichen Erfordernissen und verwies auf steigende Personal- und Energiekosten. Außerdem werde das Angebot laufend ausgebaut - und das koste. Marginal teurer wird im übrigen auch das Schwarzfahren. Wer künftig ohne Fahrschein erwischt wird, muss 103 statt 100 Euro zahlen.

Mit 1. Juli wird es zudem eine Tarifkategorie weniger geben: Die Kurzfahrscheine werden ab dann Geschichte sein. Sie würden kaum noch verwendet und hätten außerdem immer wieder zu Missverständnissen in Sachen Gültigkeitsbereich geführt, hieß es: "In jeder dritten bummvollen U-Bahn sitzt genau ein Fahrgast, der das verwendet." Nur jede 3.000 Fahrt werde mit einem Kurzstreckenschein zurückgelegt.

Wer seine Einzel- oder Zeitkarten bis zum Inkrafttreten der neuen Ticketpreise in gut zwei Monaten nicht verbraucht, muss sich übrigens nicht grämen. Alte Fahrscheine sind bis Jahresende gültig.

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