Verkauf von Hypo und Kommunalkredit wird zur Hängepartie

Verkauf von Hypo und Kommunalkredit wird zur Hängepartie

Für die Privatisierung der Kommunalkredit Austria soll der Bund mehr Zeit bekommen. Die Rede ist von mehr als zwei Jahren, schreibt das "WirtschaftsBlatt". Ein offizielles Ansuchen an die EU ist noch nicht erfolgt. Nach einer ersten Verlängerung wäre jetzt die Frist Ende März abgelaufen.

In der Fimbag, die die Privatisierung der Kommunalkredit abwickelt, hält man sich bedeckt. Fimbag-Chef Klaus Liebscher wollte die Gerüchte nicht kommentieren. Es laufen derzeit noch Verhandlungen mit kolportierten vier Bietern. Insidern zufolge sind darunter zwei Hedge Fonds, die jedoch "keine optimale Lösung" darstellen, wie es in dem Bericht heißt. Beide wollten sich Rosinen herauspicken und zudem staatliche Haftungen fordern. "Wir sind noch nicht im Finale", meinte Liebscher dazu.

Auch die Preise dürften zu wünschen übrig lassen. Das Finanzministerium wollte zumindest den Buchwert des Gemeindefinanzierers lukrieren, das wären wie mehrfach berichtet 250 Mio. Euro gewesen. Der Zeitung zufolge liegen die Angebote aber bei rund der Hälfte.

Für den Fall, dass die Kommunalkredit auch nach einer weiteren Verlängerung nicht zu verkaufen ist, kursierten schon Ideen: Eine davon sei die Schaffung einer eigenen Infrastrukturbank.

Gestern war bekannt geworden, dass die Hypo Alpe Adria für den Verkauf ihrer Südosteuropabanken mehr Zeit bräuchte, die Rede ist hier bis zu fünf Jahren, wie das "Format" schrieb.

Für die Hypo Österreich sollen sich laut "Kleiner Zeitung" indische Investoren interessieren.

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