Update: Gemeinderatswahlen Graz: KPÖ auf Platz zwei

Update: Gemeinderatswahlen Graz: KPÖ auf Platz zwei

Überraschungen in Graz: Kommunisten verzeichnen starke Zugewinnen, Piraten kommen in den Gemeinderat, BZÖ muss sich verabschieden.

Die Kommunisten sind die großen Gewinner der Grazer Gemeinderatswahl vom Sonntag. Laut einer ersten SORA-Hochrechnung für den ORF kommt die KPÖ mit einem Zugewinn von satten 8,9 Prozentpunkten auf 20,1 Prozent der Stimmen. Sie liegt demnach hinter der ÖVP auf Platz zwei. Die Volkspartei erreichte nur mehr 33,3 Prozent - ein Minus von 5,1 Prozentpunkten. Recht starke Verluste gab es auch für die SPÖ und Grünen. Die Piraten schafften den Einzug, das BZÖ flog hingegen aus dem Gemeinderat. Die SPÖ kommt laut Hochrechnung von 17.00 Uhr nur noch auf 16,0 Prozent - ein Minus von 3,8 Prozentpunkten gegenüber 2008. Die Grünen verlieren mit 2,9 Prozentpunkten ebenfalls und landen mit 11,7 Prozent nur mehr auf dem fünften Platz. Vor ihnen liegt die FPÖ, die mit einem Plus von 3,1 Prozentpunkten auf ein Ergebnis von 14,0 Prozent kommen dürfte.

Den Einzug in den Gemeinderat geschafft haben laut Hochrechnung die Piraten, die heuer zum ersten Mal in Graz an den Start gegangen waren. Kein Glück hatte hingegen das orange Bündnis, das mit einem Ergebnis von 1,3 Prozent (-3,0) kein Mandat mehr erobern konnte.

Keine Mehrheite für Schwarz-Grün

Die ÖVP muss sich nach der Gemeinderatswahl in Graz nach Mehrheiten im Gemeinderat umschauen. Laut der ersten SORA-Hochrechnung für den ORF kommen ÖVP und SPÖ gemeinsam nur auf eine hauchdünne Mehrheit von 25 Mandaten - in Überhang von nur einem Sitz bei insgesamt 48 zu vergebenden Plätzen im Gemeinderat. Keine Mehrheit mehr gibt es für Schwarz-Grün, jene Variante, die bis zur Aufkündigung durch die ÖVP im Sommer die Stadt regiert hat. Die Volkspartei kommt demnach auf 17 Mandate und verliert sechs Sitze gegenüber 2008. Den Wunsch von Bürgermeister Siefried Nagl nach "50 Prozent plus einer Stimme" verfehlte die ÖVP also klar. Die SPÖ verliert weitere drei Mandate und kommt nur noch auf acht Plätze im Gemeinderat.

Einzige weitere - rechnerische - Möglichkeit für eine Zweierkoalition wäre eine aus Volkspartei und Kommunisten: Die KPÖ kommt laut Hochrechnung nun auf zehn Sitze (+4), was gemeinsam mit der ÖVP eine Mehrheit von 27 Mandaten ergeben würde - freilich ein äußerst theoretisches Szenario.

Die Grünen büßten drei Sitze ein und halten nun bei fünf Mandaten. Der Zugewinn der Freiheitlichen schlug sich auch in den Mandaten nieder, statt sechs Sitzen haben die Stadt-Blauen nun sieben Mandate inne. Die erstmals angetretenen Piraten dürfen sich über einen Sitz im Gemeinderat freuen. Das BZÖ hingegen verlor seine beiden Plätze.

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